Hochkarätiger Film

Inklusion ist Alltag im „Klassenleben“

Stefan Brögeler, Tanja-Antekeuer-Maiworm und Thomas Heinemann

Stefan Brögeler, Tanja-Antekeuer-Maiworm und Thomas Heinemann

Foto: WP

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Olpe. Schon einmal bewegte der preisgekrönte Film „Berg Fidel“ über die inklusive Münsteraner Grundschule 270 Besucher im ausverkauften Olper Kino. Beleg hierfür waren auch die engagierte Diskussionsrunde im Anschluss an den Film und die langen Flurgespräche. Ziel solcher und ähnlicher Veranstaltungen ist es, inklusive Praxisbeispiele zu zeigen. So soll vor Ort der Weg zu einer inklusiven Bildungslandschaft begleitet und für den langwierigen Prozess sensibilisiert werden.

Nun freuen sich die Verantwortlichen von Gemeinsam leben, gemeinsam lernen - Olpe plus e.V., Tanja Antekeuer-Maiworm von der Stadt Olpe und Stefan Brögeler vom Olper Cineplex, am Mittwoch, 17. April, um 19.30 Uhr mit „Klassenleben“ einen weiteren hochkarätigen Film zum Thema Inklusion und Schule präsentieren zu können. Im Anschluss an die ist eine Diskussion vorgesehen.

Inklusive Bildung

Während Politik und Verwaltung noch weitere wichtige Weichenstellungen für eine hochwertige inklusive Bildung stellen müssen, hat die Inklusionsentwicklung auch im Kreis Olpe längst begonnen.

Die Zahl der Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf in den Allgemeinen Schulen des Kreises ist bereits deutlich angestiegen. Auch aus diesem Grund wird über inklusive Bildung derzeit viel geredet. Hubertus Siegert, der Regisseur des Films, sagt: „Die emotionale Einschätzung von Schule basiert bei den meisten Leuten auf der Erinnerung an ihre eigene Schulzeit, aus der dann eine Idealvorstellung abgeleitet wird, also entweder „Genauso, bitte!“ oder „Unbedingt ganz anders!“. Wie inklusives Lernen im Alltag aussehen kann wissen nur wenige. Hier bietet der Film einen unbestechlichen Eindruck. Seine Stärke ist es, dem Zuschauer unmittelbar aus Sicht der Kinder zu zeigen, was gemeinsames Lernen von Kindern mit und ohne Behinderungen ist und was es für die Kinder bedeutet.

Der Film von 2005 wurde vielbeachtet und hoch gelobt. Die Bundeszentrale für politische Bildung widmete ihm sogar ein Filmheft zum Einsatz im Schulunterricht.

Gezeigt wird das vielschichtige Klassenleben einer fünften Klasse der Berliner Fläming-Grundschule. In dieser lernen 20 Schüler mit extrem unterschiedlichen Fähigkeiten erfolgreich zusammen. Vier Kinder sind als behindert eingestuft, eines davon ist sogar schwerst mehrfach behindert. Erfolge und Konflikte, Spaß und Tränen, Witz und Mühsal, Rivalitäten und Freundschaften blitzen in den verschiedenen Geschichten des Films auf.

Es wird kein pädagogisches Konzept erläutert, sondern mit großer Aufmerksamkeit der Alltag von Elfjährigen im Gemeinsamen Unterricht beobachtet.

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