Einzelhandel

Dornseifer führt Rewe-Märkte in Attendorn und Olpe weiter

Der Rewe-Markt in der Straße "Auf der Tränke" in Attendorn. Ab Juli 2020 führt die Geschicke hier Dornseifer.

Der Rewe-Markt in der Straße "Auf der Tränke" in Attendorn. Ab Juli 2020 führt die Geschicke hier Dornseifer.

Foto: Flemming Krause / WP

Attendorn/Olpe.  Der Lebensmitteleinzelhändler Dornseifer führt ab kommendem Jahr die Rewe-Märkte in Olpe und Attendorn. Wie es mit den Mitarbeitern weitergeht.

Kunden des Rewe-Marktes in Attendorn stehen am frühen Freitagmorgen vor verschlossenen Türen. Ein kleiner Zettel an der Eingangstür weist darauf hin, dass wegen einer Mitarbeiterversammlung erst um 10 Uhr geöffnet wird.

Kurze Zeit später sickert durch, worum es in dem internen Gespräch geht: Ab Juli 2020 wird der Lebensmittel-Einzelhändler Dornseifer mit Sitz in Wenden das Rewe-Center in der Tränke in Attendorn weiterführen, bestätigen Rewe-Sprecherin Christiane Preisen sowie Jörg Dornseifer, Geschäftsführer in zweiter Generation und zuständig für den Bereich Supermärkte, auf Nachfrage dieser Redaktion unisono.

Bereits zum 1. Januar kommenden Jahres übernehmen die Wendener zudem das Rewe-Center an der Martinstraße in Olpe. „Wir sind in beiden Städten seit mehr als 30 Jahren präsent. Als wir im Frühjahr von der Ausschreibung erfuhren, haben wir unseren Hut sofort ins Rennen geworfen“, berichtet Jörg Dornseifer im Gespräch mit dieser Redaktion und ergänzt: „Als lokaler Partner vor Ort wollen wir weiter wachsen.“

Keine eigene Konkurrenz

Eine eigene Konkurrenz zu den bereits bestehenden Dornseifer-Märkten in Olpe (In der Trift) sowie in Attendorn (Finnentroper Straße) entstehe durch die beiden Übernahmen aber nicht. Dornseifer: „In beiden Städten gibt es ausreichend Einwohner und Kunden, um auch mit zwei Märkten zu funktionieren.“

Im Attendorner Markt verfügen die Wendener künftig über eine Verkaufsfläche von rund 4000 Quadratmetern, in Olpe sind es etwa 3600 Quadratmeter. Während in dem noch recht neuen Rewe-Markt in der Kreisstadt wenig renoviert werden müsse, falle der Sanierungsaufwand in der Hansestadt schon stärker aus, so Dornseifer. „Deshalb werden wir auch erst in Olpe und später in Attendorn übernehmen“, erläutert der Geschäftsführer. Dornseifer, die wie Rewe Mieter in den beiden Objekten sind, plant eine „Auffrischung“ der Märkte und Sortimente mit regionalen Produkten und einem umfangreichen Angebot aus der eigenen Produktion, heißt es in einer Mitteilung von Rewe. Neben dem Angebot an frischen Lebensmitteln spiele bei Dornseifer die Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle. So wird es den Kunden künftig in den Märkten in Olpe und der Hansestadt beispielsweise möglich sein, Mehrweg-Systeme an der Bedientheke und der Salatbar zu nutzen.

Je 70 Mitarbeiter

Neben den Neuerungen bleibt aber auch Altbewährtes: Alle Mitarbeiter der beiden Rewe-Center, jeweils um die 70 Betroffene, werden übernommen und stehen so den Kunden weiterhin als Ansprechpartner zur Seite. Auch die bekannten Serviceleistungen wie etwa das Sammeln und Einlösen von Payback-Punkten, der Rewe-Abholservice oder die Bargeldauszahlung bis zu 200 Euro (ab einem Einkaufswert von zehn Euro) sollen bestehen bleiben.

„Als genossenschaftlich organisiertes Unternehmen liegt es uns am Herzen, selbstständige Kaufleute zu fördern. Wann und wo dies geschieht, wird immer individuell betrachtet“, erklärt Preisen zu den Motiven der Weitergabe. Deswegen sei man froh, dass sich Dornseifer für den Übernahme entschieden habe.

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