Einbahnstraße

Alte Serkenroder Straße in Finnentrop bald Einbahnstraße?

Wird aus der Alten Serkenroder Straße in Finnentrop eine Einbahnstraße? Das fordern zumindest Anwohner, die sich darüber beklagen, zu Stoßzeiten kaum noch vorwärts zu kommen. Denn auf der rechten Seite parken die Autos reihenweise hintereinander und "versperren" somit die Fahrbahnseite.

Wird aus der Alten Serkenroder Straße in Finnentrop eine Einbahnstraße? Das fordern zumindest Anwohner, die sich darüber beklagen, zu Stoßzeiten kaum noch vorwärts zu kommen. Denn auf der rechten Seite parken die Autos reihenweise hintereinander und "versperren" somit die Fahrbahnseite.

Foto: Flemming Krause / WP

Finnentrop.  Alte Serkenroder Straße in Finnentrop: Lokalpolitiker beraten über das Für und Wider einer Einbahnstraßenregelung. Bürgerbefragung folgt.

Anwohner der Alten Serkenroder Straße in Finnentrop sind es leid: Wenn sie, vorzugsweise morgens oder abends, hoch Richtung Schulzentrum fahren, dann müssen sie oftmals Zeit und Geduld einplanen. Denn am rechten Straßenrand, also auf ihrer Fahrseite, parken die Autos ohne Lücke hintereinander.

Und zwar auf der gesamten Straßenlänge, also von der Einmündung Kirchstraße bis hoch zur Johannes-Biggemann-Straße. Wenn dann von oben Gegenverkehr kommt, wird es verdammt eng, denn für den Begegnungsverkehr ist die Straße schlicht zu schmal. Zudem, das weiß auch die Verwaltung, finden sich zwischen den parkenden Autos kaum Lücken, um dem Gegenverkehr auszuweichen. Deswegen plädieren einige Anwohner dafür, aus der Alten Serkenroder Straße eine Einbahnstraße zu machen.

Die Situation

Aus Sicht der Verkehrskommission, die sich ein Bild von der Situation gemacht hat, sei eine Einbahnstraße zwar die „sicherste verkehrstechnische Lösung“, schreibt die Verwaltung in einer Sitzungsvorlage aus dem Haupt- und Finanzausschuss. Aber: Diese Lösung führe oftmals dazu, dass sich einzelne Anwohner darüber beklagen könnten, dass sie dann nur noch aus einer Richtung zu ihren Häusern gelangen und deshalb weite Umwege fahren müssen, eventuell mehrmals täglich.

Eine Verbesserung durch eine Einbahnstraßenregelung sieht auch Ralf Helmig nicht. Der CDU-Fraktionsvorsitzende warnt: „So müssten wir den Verkehr auf einer Seite abführen und dann würden sich andere Anwohner aus der Umgebung über den Mehrverkehr beschweren.“ Beispielsweise in der Johannes-Biggemann-Straße, in der Diksmuider Straße oder am Max-Planck-Ring. Und dann, gibt die Verwaltung zu bedenken, könne die „Alte Serkenroder Straße“ im Falle einer Einbahnstraße nicht mehr problemlos als Umleitungsstrecke genutzt werden, zum Beispiel bei der Sperrung der „Serkenroder Straße“ anlässlich des Vogelschießens beim Schützenfest. Ralf Beckmann (CDU) äußerte sich ebenso kritisch: Nach der Renovierung der Festhalle, die unterhalb der Alten Serkenroder Straße liegt, könnte eine Einbahnstraßenlösung zu einem verstärkten Verkehrsgedränge führen. Gegen diese Lösung ist auch Jens Nagel, SPD-Fraktionschef: „Dadurch bekommen wir die Kuh auch nicht vom Eis.“

Die Alternativen

Dann schon eher durch markierte Parkboxen? Möglich. Doch auch hier gibt es ein Aber: „Die Markierung von Parkboxen reduziert die Parkmöglichkeiten nach Auffassung der Verkehrskommission deutlich. Dies führt dazu, dass auch außerhalb der Boxen geparkt wird, insbesondere in den Abendstunden, wenn eine Überwachung nicht mehr stattfindet.“ Damit wäre, um im Bild zu bleiben, die Kuh weiter auf dem Eis.

Eine andere Möglichkeit: Grenzmarkierungen, in denen Parkverbot besteht. Dadurch könnten einerseits Verkehrsgefahren in den Kurven verhindert und andererseits Ausweichmöglichkeiten für den Gegenverkehr geschaffen werden, wirbt die Verwaltung. Übrigens haben die Ordnungshüter in den vergangenen Wochen verstärkt in der Straße kontrolliert, vor allem in den unübersichtlichen Kurvenbereichen. Die Parksünder wurden zunächst durch einen Hinweiszettel auf ihr Fehlverhalten aufmerksam gemacht. Nach einer „Schonzeit“ von etwa drei Wochen seien dann Verwarnungsgelder erteilt worden. Ergebnis: „Die Situation hat sich seitdem zwar etwas verbessert. Der Zustand ist jedoch immer noch nicht zufriedenstellend.“

Die Befragung

Bei der Lösungsfindung soll nun in einem ersten Schritt eine Bürgerbefragung durchgeführt werden. Diesen Antrag hatte in der Ausschusssitzung Christian Vollmert, Fraktionschef der Freien Wähler, gestellt und die Mehrheit der Lokalpolitiker davon überzeugt. Angeschrieben werden die Anwohner der Alten Serkenroder Straße, vom Sängerloh, der Diksmuider Straße sowie teilweise der Kirchstraße. Die Bürger können dann zu einer möglichen Einbahnstraße Stellung beziehen – und auch äußern, in welche Richtung die mögliche Einbahnstraße führen sollte.

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