Weihnachtsmarkt

Weihnachtsmarkt Kleve: Umzug war für die Stadt ein Gewinn

Der Weihnachtsmarkt Kleve zog erstmals auf den Pastor-Leinung-Platz (im Bild) und Koekkoekplatz. Nur manchem Budenbesitzer ist es mit viel Publikum hier zu eng. Die Geschäftsleute lieben es.

Der Weihnachtsmarkt Kleve zog erstmals auf den Pastor-Leinung-Platz (im Bild) und Koekkoekplatz. Nur manchem Budenbesitzer ist es mit viel Publikum hier zu eng. Die Geschäftsleute lieben es.

Foto: Astrid Hoyer-Holderberg

Kleve.  Händler sind sehr zufrieden mit dem Umzug des Klever Weihnachtsmarktes in die Innenstadt. „Ist alles positiv“... bis auf die viel zu kahle Bühne.

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Die Geschäftswelt im Kern der Klever City ist sich einig: „Für die Stadt ist es ein Riesengewinn, den Weihnachtsmarkt in die Mitte zu holen“, so formuliert es Michael Kotters von gleichnamigen Haushaltswaren- und Geschenkehandel an der Kavariner Straße. „Ich kann mich nur bei der Stadt bedanken“. Sowohl die Buden-Beschicker auf dem Adventsmarkt als auch der Einzelhandel profitierten, hört er. „Es kommen einfach viele Menschen in die Stadt" und die Angebote befruchten sich gegenseitig.

Natur im Forstgarten war zwar schön, hieß aber oft auch doppelte Parkplatzsuche

Von „super positiven Reaktionen“ kann auch Susanne Rexing berichten. „Deutlich mehr Frequenz im Geschäft, auch abends vor den Schaufenstern“ sieht sie in ihrem Einrichtungshaus. „Es ist eine Belebung für die ganze Kavariner Straße. Es war meiner Ansicht nach die richtige Entscheidung, in die Innenstadt zu ziehen. Viele Kunden verbinden einen Besuch dort mit Sachen, die sie in der Stadt erledigen wollen. Viele Leute gehen dann ‘mal eben’ auf den Weihnachtsmarkt, ohne eine richtige Anreise zu tätigen.“ Zwar denke der ein oder andere, „dass die Natur so schön war im Forstgarten“, aber da habe man sich eben auch „Modderfüße“ geholt.

Von der schönen Atmosphäre im Forstgarten einerseits, aber vor allem volles Lob für den neuen Platz in der Innenstadt andererseits berichten Kunden bei Conny van Engelen von „Oil & Vinegar Delikatessen“ – seit fünf Jahren an der Kavariner Straße. „Die Resonanz ist toll“. Gerade niederländische Gäste begrüßten es, wenn sie nicht zum Einkauf in Kleve nahe der Fußgängerzone einen Parkplatz suchen müssten und sich dann weiter auf den Weg zum Forstgarten machten und wieder einen Parkplatz bräuchten.

Geteilter Meinung sind die Kunden, ob es zu viele „Fressbuden“ oder eher zu wenige gebe. Mehr Sitzgelegenheiten fände auch Conny van Engelen empfehlenswert. Und einer Kleve-Besucherin aus Xanten kann sie nur voll zustimmen: Dass die Bühne am Rathaus sehr kahl aussieht und dringend stimmungsvollen Tannenschmuck bräuchte.

„Schon ganz gut“ findet Konditor Martin Marx von der Schokoladenmacherei den Start des Weihnachtsmarktes auf Koekkoekplatz und Pastor-Leinung-Platz. Nach einem „temperamentvollen verkaufsoffenen Sonntag“ halte die „Stimmung an, die von dort herüber kommt“.

„Ist alles positiv“, findet Mary van Gemmeren vom Stadtcafé Wanders eben die Zeit für eine Antwort. Ihre Spezialitäten sind halt gefragt.

„Persönlich finde ich den Markt an der Stelle sehr schön“ sagt auch Sebastian Kiesow (Bags and travel) von der großen Straße. Das Weihnachtsgeschäft ist bereits zufriedenstellend angelaufen, was die Kollegen anderer Geschäfte bestätigen. „Am Black Friday ist die Frequenz sehr groß gewesen,“ so Kiesow. Das setze sich nun fort.

Die Menschen bleiben jetzt länger in der Innenstadt

„Wir spüren es auf jeden Fall, dass die Menschen länger in der Innenstadt bleiben“, bemerkt Annette Kraska, Geschäftsführerin im Kaufhof. „Der Weihnachtsmarkt wirkt wirklich schön. Wenn es dann dunkel wird und der große Schwan ist erleuchtet – einfach super positiv“.

Keine Verbindung herstellen zwischen Umsatz und Adventsmarkt will Martina Gellert vom Büro Wirtschaft, Tourismus und Marketing der Stadt Kleve am Minoritenplatz 2. Aber sie merkt auch eine größere Nachfrage nach Kleve-Souvenirs. Das könne aber auch daran liegen, dass es neue Objekte gibt: von preiswerten Gaben – Motiv-Magnete, Fahrradklingel – bis zum kniehohen Deko-Schwan (105 €), den muss man allerdings vorbestellen.

Öffnungszeit bis 8. Dezember: montags bis freitags: 15 Uhr bis 21 Uhr, Samstag und Sonntag 12 Uhr bis 21 Uhr.

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