Tierschutz

Sehr seltener Greifvogel in Niedermörmter tot aufgefunden

Dieser tote Greifvogel wurde in Niedermörmter gefunden.

Dieser tote Greifvogel wurde in Niedermörmter gefunden.

Foto: NZ Bienen

Kalkar-Niedermörmter.   Ein Landwirt fand einen toten Gleitaar auf seinem Feld. Es ist das erste Mal, dass dieser Greifvogel im Kreis Kleve gesichtet wurde.

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Vor gut einer Woche fand ein Landwirt aus Niedermörmter auf einer Ackerfläche einen toten Greifvogel. Anhand eines Vogelbestimmungsbuches konnte er ihn als Gleitaar identifizierten. Der Gleitaar ist ein etwa taubengroßer Greifvogel, der in Nordwestafrika, Spanien und Portugal beheimatet ist. Außerdem kommt er seit einigen Jahren in Südwestfrankreich als Brutvogel vor. Für Mitteleuropa wird die Art als seltener Irrgast eingestuft.

Der erste Nachweis im Kreis Kleve

Der Vogel wurde dem Naturschutzzentrum im Kreis Kleve e.V. übergeben, wo er ebenfalls einwandfrei als Gleitaar bestimmt werden konnte. Todesursache war vermutlich die Kollision an einer Freileitung, in deren unmittelbarer Nähe der Vogel gefunden wurde.

Für Nordrhein-Westfalen liegen bislang nur wenige Nachweise vor. Vom 22. bis 25. August 2010 wurde ein Exemplar im Kreis Soest, am 27. März 2015 im Rhein-Sieg-Kreis und im Juni 2018 im Kreis Minden-Lübbecke beobachtet. Für den Kreis Kleve wäre dies somit sogar der erste gesicherte Nachweis für diese Greifvogelart.

Der Gleitaar wird voraussichtlich an das LWL Museum für Naturkunde in Münster übergeben.

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