Arbeitsmarkt im Kreis Kleve

Positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt

Die Arbeitsagentur meldet derzeit traumhafte Zahlen.

Foto: Arbeitsagentur

Die Arbeitsagentur meldet derzeit traumhafte Zahlen. Foto: Arbeitsagentur

Kreis Kleve.   Es gibt weniger Arbeitslose und eine hohe Nachfrage nach Arbeitskräften. Im Kreis Kleve sind 2456 Stellen unbesetzt. Es wird immer schwieriger Personal zu finden.

Die Wirtschaft brummt, die Unternehmen im Kreis Kleve profitieren von einer hervorragenden Auftragslage - und das schlägt sich auch immer stärker auf dem Arbeitsmarkt nieder. Die Agentur für Arbeit meldete gestern traumhafte Zahlen: „Der Markt im Kreis Kleve zeigt sich im Herbst von seiner schönen Seite“, schreibt die Leiterin Barbara Ossyra. 2456 Stellen sind nach wie vor nicht besetzt und die Zahl der Arbeitslosen im Kreis Kleve liegt jetzt bei 9 682, das sind 5,9 Prozent.

Rückgang der Arbeitslosigkeit erneut kräftiger

„Die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt hat sich fortgesetzt – wie schon im Vormonat fiel der Rückgang der Arbeitslosigkeit erneut kräftiger aus als letztes Jahr. Weniger Arbeitslose waren in allen Geschäftsstellen in Kleve, Geldern, Goch und Emmerich zu verzeichnen. Daran waren erneut überproportional jüngere Menschen unter 25 Jahren beteiligt. Ältere und Langzeitarbeitslose konnten dagegen weniger von der Einstellungsbereitschaft der Arbeitgeber profitieren. Deutlich erkennbar ist, dass die Unternehmen an ihren Beschäftigten festhalten. Es bietet sich an, bewährte Mitarbeiter – sofern sie lediglich un- oder angelernt sind, als potenzielle Fachkräfte in Erwägung zu ziehen. Für die erforderlichen Weiterbildungen gibt es vielfältige Möglichkeiten der Unterstützung. „Diese alternative Art der Fachkräftegewinnung wird künftig immer wichtiger werden“, so Barbara Ossyra.

Im Vergleich zum Vorjahr liegt die Arbeitslosigkeit im Kreis Kleve um 429 Personen oder 4,2 Prozent niedriger.

Gute Stimmung in den Unternehmen

Die gute Stimmung in den Unternehmen kann auch Kreiswirtschaftsförderer Hans-Josef Kuypers bestätigen: „Wir haben mittlerweile ganz eindeutig eine Situation, dass den Unternehmen der Fachkräfteengpass immer mehr vor Augen geführt wird.“ In den Bereichen der Informationstechnologie oder bei Steuerfachangestellten nehme man sich bereits heute gegenseitig die besten Leute weg, so Kuypers.

Sehr erfreulich ist, dass die Zahl der Ausbildungsverhältnisse steigt. Im Kreis Kleve stiegen die Stellen von 980 auf 1030. Den deutlichsten Anstieg gibt es mit 14,3 Prozent bei den industriellen und technischen Berufen: „Wir brauchen junge Leute, die an den Berufskollegs einen technischen Beruf anstreben“, sagt Kuypers. Auch die Unternehmen hätten erkannt, dass sie vermehrt auf die Schulung vorhandener Mitarbeiter setzen müssen und junge Menschen in den Betrieb holen müssen. „Heute werden auch Leute eingestellt, die es vor ein paar Jahren noch nicht geschafft hätten“, sagt Kuypers.

Offene Stellen

Die Arbeitgeber im Kreis Kleve meldeten im Oktober 450 offene Stellen. Insgesamt sind derzeit 2 456 Stellen zu besetzen, das sind 524 Stellen oder 27,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Gesucht wurden insbesondere Mitarbeitende in der Arbeitnehmerüberlassung, in freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen, im Gesundheits- und Sozialwesen sowie im Handel.

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