Bebauungsplan

Offene Klever kritisieren die Bebauung Königsallee

Es ist ein Filetgrundstück in der Klever Innenstadt: Die Stadtverwaltung stellte nun einen überarbeiteten Bebauungsplan für das Gelände nördlich des Zentralfriedhofes an der Königsallee vor. 

Es ist ein Filetgrundstück in der Klever Innenstadt: Die Stadtverwaltung stellte nun einen überarbeiteten Bebauungsplan für das Gelände nördlich des Zentralfriedhofes an der Königsallee vor. 

Foto: Andreas Gebbink / NRZ

Kleve.  Die Offenen Klever lehnen den Plan ab und kritisieren die Grüne: Baumschutz habe in Kleve keine Lobby. Die Grünen ärgern sich über OK „Fake News“.

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Die Offenen Klever werden den Bebauungsplan Königsallee weiterhin ablehnen. Udo Weinrich, Vorsitzender der Wählergemeinschaft Offene Klever und kein Mitglied des Stadtrates, schreibt in einer Stellungnahme zu den neuen Plänen, dass man die Überarbeitung zwar als einen Schritt in die richtige Richtung verstehe – unter anderem soll die Anzahl der Neubauten von 30 auf 18 Wohneinheiten reduziert werden –, doch man bleibe beim Nein zur Bebauung.

Offene Klever kritisieren Symbolpolitik

Der Bauausschuss habe, so die Meinung Weinrichs, zwar einen „neuen Plan“ beschlossen, aber leider „alte Fehler“ wiederholt. Unter Hinweis auf zusätzliches Verkehrsaufkommen in diesem Bereich, in dem sich unter anderem eine Schule und die Jugendherberge befinden, halten die „Offenen Klever“ eine Vernichtung von Freiflächen für unvereinbar mit den vom Rat verkündeten klimapolitischen Zielen. Vielmehr offenbare der Bebauungsplan eine „Symbolpolitik“ in Sachen Stadtökologie.

Weinrich wirft den Grünen vor, dass sie sich nicht konsequent genug für den Baumschutz einsetzen. Dass die Grünen über die vom Rathaus vorgeschlagene Fällung mehrerer Bäume nur noch „reden“ wollten, belege, dass Baumschutz in Kleve derzeit keine Lobby habe. Es sei vielmehr dem Engagement der Anwohner zu verdanken, dass die ärgsten Auswüchse einer Planungsfantasie im Stil der achtziger Jahre eingedämmt werden konnte.

Grüne kritisieren fehlerhafte Darstellung durch die OK

Grünen-Fraktionschefin Hedwig Meyer-Wilmes macht darauf aufmerksam, dass es die Grünen gewesen seien, die sich vehement gegen die Fällung der Bäume an der Königsallee ausgesprochen haben. Die Verdichtung von innerstädtischen Flächen sei landesplanerisch gewollt. Auch in der Fraktion gebe es durchaus Diskussionen zu diesem Punkt. Gleichwohl müsse man auch zusätzlichen Wohnraum in der Stadt schaffen, um die Nachfrage bedienen zu können.

Sehr wohl wolle man noch über die Grundstücksgrößen für Einfamilienhäuser reden, die jetzt noch zwischen 500 und 1000 Quadratmeter liegen. Die jüngste Wohnungsmarktstudie der Stadt hat deutlich geringere Grundstücksgrößen vorgeschlagen.

OK-Vorsitzender war nicht in den entsprechenden Ausschüssen

In einer Stellungnahme schreiben die Grünen ferner zu den Vorwürfen der OK: „Dass manche verzweifelt um einen Wiedereinzug in den nächsten Rat der Stadt Kleve kämpfen, darf nicht dazu führen, die vermeintlichen politischen Gegner durch fakenews zu attackieren.“ So sei es nicht richtig, dass die Grünen für eine Bebauung Friedhofes sind. Auch hätten die Grünen von Beginn an darauf bestanden, keinen Durchlass für Autos zu erlauben. Die Grünen machen darauf aufmerksam, dass der OK-Vorsitzende Udo Weinrich nicht bei den entsprechenden Bauausschusssitzungen anwesend war. Sonst hätte er auch nicht so eine Stellungnahme geschrieben.

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