Stadtgestaltung

Nimwegens Waalkade wird langsam grün

Mathieu Schouten freut sich über die grüne Waalkade in Nimwegen

Mathieu Schouten freut sich über die grüne Waalkade in Nimwegen

Foto: Andreas Gebbink / nRZ

Kleve/Nimwegen.  In drei Wochen muss die neue Promenade fertig sein. Wo einst die Autos parkten, wächst jetzt der Rasen. Stadtplaner Schouten ist zufrieden.

Langsam legt sich ein grüner Flaum über die Waalkade von Nimwegen. Dort, wo vor einem halben Jahr noch zahlreiche Autos auf einer Asphaltfläche parkten, wächst nun ganz zart das frische Grün. Im Herbst werden Bäume und Hecken gepflanzt, ein großes Kunstwerk wird noch aufgestellt, dann soll die Promenade Nimwegens endlich ein freundliches Gesicht haben.

Bis zum 13. Juli lässt man den robusten Hälmchen noch Zeit, dann steht für die neugestaltete Fläche der erste Belastungstest an: Wie jedes Jahr werden Zehntausende Besucher zu den Wandelvierdaagse und den dazu gehördenen Feierlichkeiten erwartet. Mathieu Schouten blickt ein wenig mit Sorgen auf dieses Datum: „Ich hoffe, dass der Rasen das bis dahin aushält.“ Der 51-jährige Landschaftsplaner von Nimwegen ist mit der Umsetzung der neuen Waalkade bislang sehr zufrieden.

Mehr Aufenthaltsqualität am Wasser

Vielen Bürger war es wichtig, dass die Promenade endlich mehr Aufenthaltsqualität bekommt und vor allem die Autos vor den Restaurants verschwinden. Nach mehreren Planungen und zahlreichen Bürgerversammlungen hatte die Stadtverwaltung ein grünes Konzept vorgelegt, welches jetzt im kommenden Monat abgeschlossen wird. Wer schon längere Zeit nicht mehr in Nimwegen war, der erkennt die Unterstadt kaum wieder.

Im Oktober haben die Arbeiten begonnen und Mathieu Schouten erzählt, dass alles erstaunlich schnell verlaufen sei. Die gesamte Waalkade wurde etwas vertieft, sodass die Gäste der Restaurationen besser auf den Fluss schauen können. Unmittelbar vor dem Hafen wurde mittels Stufen eine Art Amphitheater geschaffen, welches sich jetzt für kleine Konzerte, Kleinkunst oder gemütliche Stunden an lauschigen Sommerabenden eigne.

Kein Asphalt und Betonsteine mehr

Asphalt und Betonsteine wurden gänzlich entfernt und durch Klinkersteine ersetzt: „Das gibt der Promenade eine gewisse Wertigkeit. Je älter Klinkersteine werden, desto schöner werden sie. Betonsteine sehen schnell abgenutzt aus und hinterlassen einen schmuddeligen Eindruck“, sagt Schouten, der das Projekt maßgeblich geleitet hat. 3,6 Millionen Euro hat Nimwegen für die Waalkade bereitgestellt: „Wir werden mit den kalkulierten Kosten auch hinkommen.“

Die Reaktionen der Nimweger sind bislang sehr positiv. Bereits während der Bauphase joggen die Freizeitsportler zwischen den Steinpaketen und auch Yoga-Übungen stehen mit Blick auf die Waalbrücke hoch im Kurs: „Es es erstaunt mich wirklich, wie viel mehr man jetzt vom Wasser sehen kann. Die Vertiefung der Promenade hat eine Menge gebracht“, sagt Schouten. Er ist sich sicher, dass mit den Bäumen die Waalkade eine ganz andere Ausstrahlung erhalten wird. Die Betonwüste ist dann endgültig passé.

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