Haushalt

Minus von 2,83 Millionen Euro im Weezer Haushalt

Weeze investiert in die Feuerwehr.

Foto: Thorsten Lindekamp

Weeze investiert in die Feuerwehr. Foto: Thorsten Lindekamp

Weeze.   Weeze muss 2,83 Millionen Euro ausgleichen und bekommt dabei keine schlaflosen Nächte. Der Kämmerer will 8,3 Millionen Euro investieren.

Puh, das ist ein dickes Minus – und Weezes Kämmerer Johannes Peters bleibt gelassen. 2,83 Millionen Euro fehlen der Gemeinde Weeze im kommenden Jahr, um einen ausgeglichenen Haushalt präsentieren zu können. Für Johannes Peters ist dieses kräftige Defizit trotzdem kein Grund zur Panik. Der Kämmerer erklärte bei der Haushaltseinbringung am Dienstagabend, dass der Fehlbetrag zum einen auf geringere Schlüsselzuweisungen des Landes NRW zurückzuführen ist und zum anderen mit dringend benötigten Investitionen in die Infrastruktur erklärt werden kann. Peters betonte, dass Weeze eine hervorragende Liquidität habe und daher das Minus auch keine Kopfschmerzen bereiten müsse.

Da die Unternehmen in Weeze in den Jahren 2016 und 2017 viel Gewerbesteuer gezahlt haben, wird die kleine Kommune vom Land NRW auch bei den Ausgleichszahlungen anders bewertet. Weeze ist ein bärenstarker Wirtschaftsstandort, also bekommt die Kommune weniger Geld vom Land. 801 000 Euro zahlt Düsseldorf weniger – trotz der allgemein sehr guten Steuersituation in Land und Bund. Kämmerer Peters rechnet damit, dass Weeze im Jahr 2018 gut 5,8 Millionen Euro an Gewerbesteuer einnehmen wird – das sind laut Prognose 5,5 Prozent mehr als in diesem Jahr.

Hohe Investitionen

Aber das dicke Minus erklärt sich auch durch gestiegene Personalaufwendungen (258 000 Euro, plus 5,4 Prozent) und ein enormes Investitionsvolumen von 8,3 Millionen Euro. Weeze investiert in Straßen, Feuerwehr und Grundstücksflächen (siehe Grafik). Viel Geld wird auch in die Schulen gesteckt: 2,097 Millionen Euro sieht der Kämmerer in seiner Haushaltsrede dafür vor. Allerdings kündigte er bereits an, dass die Politik am 21. November über das Sanierungskonzept für den Gesamtschul-Standort Weeze informiert wird. Auch hier stehen 2018 erhebliche Investitionen an.

In der mittelfristigen Planung sind für die Folgejahre 2019 und 2020 kleinere Minusbeträge eingeplant: 300 000 Euro und 150 000 Euro. Im Jahr 2021 rechnet Peters mit einem Überschuss von 910 000 Euro. Die Ausgleichsrücklage würde 2021 noch bei rund 4,21 Millionen Euro liegen.

Um das Haushaltminus zu finanzieren, wird Weeze keine Kredite aufnehmen. Das Geld wird über die Ausgleichsrücklage finanziert, die zum Jahresende 6,58 Millionen Euro beträgt. Auch eine Erhöhung der Gewerbesteuer und der Grundsteuern wird es im kommenden Jahr nicht geben.

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