Vorschlag

Minoritenplatz durch acht teilen

Kleve braucht den Minoritenplatz als Parkplatz, nicht als Park, meint die FDP.

Kleve braucht den Minoritenplatz als Parkplatz, nicht als Park, meint die FDP.

Foto: Kleve

Kleve.   Das schlägt Daniel Rütter (FDP) vor. Seine Meinung zur Rathausfassade: „Wenn man einen Fehler spät erkennt, sollte man ihn trotzdem korrigieren“

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Das große Areal des Minoritenplatzes zu sieben bis acht kleineren Grundstücken aufzuteilen, das schlägt FDP-Fraktionschef Daniel Rütter vor. Der bisher mögliche Investor Sontowski für einen Geschäftshaus-„Block“ werde ja wohl nicht mehr nach Kleve kommen, meint er. Für die Ratssitzung am Mittwoch, 18. Dezember, will die FDP nun einen endgültigen Beschluss beantragen und erwartet die Ablehnung. „Nach meiner Meinung war es ein Fehler, das Bau-Los so groß zu bemessen, dass nur Projektentwickler sich dafür interessieren,“ so Rütter. Wenn man zum Beispiel kleinteiligere Wohnbebauung wolle, brauche man „mehrere Investoren, gerne auch regionale, die das Geld aufbringen können“. Einen Park favorisiert die FDP nicht. „Das ist unrealistisch. Wir brauchen die Parkplätze. Einen Park müsste man auch unterhalten, das bedeutet Folgekosten. Und das Grundstück verlöre an Wert für die Stadt“. Man könne aber den heutigen Minoriten-Parkplatz „aufräumen“, eventuell pflastern.

Dass Nimwegen nun jeden zweiten Sonntag die Geschäfte öffnet, sei keine aktuelle Bedrohung. Vielmehr habe sich die niederländische Stadt in den letzten zehn Jahren zu großer Konkurrenz entwickelt, nun nochmals besonders wegen der Gestaltung des Marktes Plein 44.

Schwer sei die Entwicklung des Minoriten-Areals außerdem, weil das Rathaus abgerissen und auf dem alten Standort wieder errichtet wird. Die FDP hatte es stets entweder daneben sehen wollen oder den heutigen Interims-Standort an der Landwehr – der jetzt zu 25 000 Euro pro Monat angemietet werde – ausbauen wollen. Das Rathaus auf heutigem Platz verhindere einen Rundlauf durch die Fußgängerzone. „Es ist eine Schande, dass der Riegel da wieder hinkommt“, so Rütter. Da das ehemalige Kino, heutige Edeka-Drunkemühle, in Privatbesitz ist, werde sich jener Engpass auch kaum ändern.

Die Rathausfassade wollte die FDP nie als Verbundsystem. „In einem öffentlichen Gebäude gehen ständig die Türen auf und zu, da bringt der Passivhausstandard wenig Spareffekt“, meint er. Die weiße Fassade müsse sicher alle acht Jahre gestrichen werden. Er wünscht eine Klinkerfassade: „Wenn man einen Fehler spät erkennt, sollte man ihn trotzdem korrigieren“. Rütter glaubt nicht, dass der anderslautende Auftrag an die Baufirma Tönnissen rechtliche Folgen haben werde. „Es ändert sich ja nicht der Grundcharakter, es bleibt ein Verwaltungsgebäude“ für einen Festpreis. Die Fassade mache weniger als fünf Prozent der Kosten aus, „ist also nicht wesentlich“. Die 280 Stunden Planungszeit zusätzlich für neue (Statik-)Berechnungen seien finanziell nicht erheblich.

Für den Klever Etat hält der FDP-Mann „eine Trendwende für notwendig“, im vierten Jahr sei der Etat „mit 400 000 Euro nicht ausgeglichen“, gleiche sich nur rechnerisch auf dem Papier aus, meint er.

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