Polizei

Lastwagen in Kalkar ausgebrannt - es war Brandstiftung!

Bei dem Feuer waren zwei Kühllastwagen ausgebrannt und zwei weitere beschädigt worden.

Bei dem Feuer waren zwei Kühllastwagen ausgebrannt und zwei weitere beschädigt worden.

Foto: Freiwillige Feuerwehr Kalkar

Kalkar/Kleve.  Das Feuer bei einem Catering-Unternehmen in Kalkar am Sonntag war Brandstiftung. Firma beziffert den Sachschaden auf 300.000 Euro.

Vier Tage nachdem in einem Gewerbegebiet in Kalkar zwei Kühllastwagen ausbrannten und zwei weitere durch Feuer beschädigt wurden, hat die Polizei am Mittwoch neue Informationen zur Ursache des Brandes: „Es sieht nach Brandstiftung aus“, sagte ein Sprecher auf Nachfrage. Zu diesem Ergebnis sei am Mittwoch ein Brandsachverständiger gekommen.

Für die Kriminalpolizei stellt sich damit die Frage. „Was war das Motiv des oder der Täter?“ Die Fahrzeuge gehörten einem Tochterunternehmen des Karl-Leisner-Klinikums in Kleve, das in dem Gewerbegebiet im Kalkarer Ortsteil Kehrum eine Großküche betreibt. Dort schätzte man den Sachschaden durch das Feuer auf insgesamt mindestens 300.000 Euro, hieß es auf Nachfrage. Eine Neuanschaffung für die beiden ausgebrannten Lastwagen schlage mit jeweils etwa 130.000 Euro zu Buche, teilte die Geschäftsführung mit.

Polizei startet Zeugen-Aufruf

Das Feuer war in der Nacht zu Sonntag gegen 0.25 Uhr entdeckt worden. Als die Feuerwehr eintraf, hätten zwei der insgesamt vier Lastwagen auf dem Gelände bereits voll in Flammen gestanden. Das Feuer dürfte lauf Polizei zwischen kurz nach Mitternacht und 0.20 Uhr entstanden sein. Ein Zeuge habe ausgesagt, dass er gegen Mitternacht, als er am Gelände vorbeigekommen sei, noch keinen Brand gesehen hätte.

Details zum Entstehen des Brandes mochte die Polizei am Mittwoch nicht nennen. Sie hofft nun auf Zeugen, die sich zur Tatzeit zum Beispiel im Bereich des Gewerbegebietes aufgehalten hatten und Hinweise geben könnten, etwa zu Fahrzeugen oder Personen, die möglicherweise aufgefallen sind.

Der Küchenbetreiber versorgt von Kehrum aus vier Krankenhäuser im Kreis Kleve und neun Seniorenheime in der Region mit Essen. Eines der Gebäude wurden durch die Hitze leicht beschädigt, sei aber weiterhin zu nutzen, hieß es. Derzeit behelfe man sich mit Leih-Lastwagen. Die Versorgung der Häuser sei weiterhin sicher gestellt, hieß es in der Geschäftsführung. Am Sonntag allerdings habe das Essen nur mit Verspätung ausgeliefert werden können.

Hinweise zum Brand und zu möglichen Tätern werden an die Kreispolizei Kleve erbeten unter der Telefonnummer 02821/504-0.

(dae)

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