Arbeitsmarkt

Kreis Kleve: Langzeitarbeitslose erfolgreich unterstützt

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Das Jobcenter des Kreises Kleve verzeichnet mehr Langzeitarbeitslose, die einen Job finden.

Das Jobcenter des Kreises Kleve verzeichnet mehr Langzeitarbeitslose, die einen Job finden.

Foto: Andreas Gebbink / NRZ

Kreis Kleve.  Wurde anfangs die Zielmarke von 105 Beschäftigungsverhältnissen im Kreis Kleve festgelegt, sind es im Sommer 2021 schon 148 Arbeitsverhältnisse.

Zur Förderung besonders betroffener Langzeitarbeitsloser fördert das Jobcenter Kreis Kleve seit 2019 über das Instrument „Teilhabe am Arbeitsmarkt“ sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse. Und das mit großem Erfolg: Wurde anfangs die Zielmarke von 105 Beschäftigungsverhältnissen im Kreis Kleve festgelegt, sind es im Sommer 2021 schon 148 Arbeitsverhältnisse, die über das Teilhabechancengesetz geschaffen wurden. Den Menschen und Familien konnte damit eine neue Perspektive ermöglicht werden.

Die Förderquote ist ungewöhnlich hoch, um der besonderen Eingliederungssituation langzeitarbeitsloser Personen gerecht zu werden

„Das Instrument ‘Teilhabe am Arbeitsmarkt‘ kommt an. Es dient den Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern bei der Begegnung des Fach- und Hilfskräftemangels und ermöglicht den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern einen ersten Schritt zur Unabhängigkeit von Leistungen nach dem SGB II“, sagt Landrätin Silke Gorißen.

Die geförderten Arbeitsplätze müssen weder zusätzlich noch wettbewerbsneutral sein - es muss sich aber zwingend um sozialversicherungspflichtige Jobs handeln. Die Förderquote ist ungewöhnlich hoch, um der besonderen Eingliederungssituation langzeitarbeitsloser Personen gerecht zu werden. Bei tarifgebundenen Unternehmen werden in den ersten zwei Beschäftigungsjahren 100 Prozent des tatsächlichen Arbeitsentgelts erstattet, die Übrigen erhalten den Mindestlohn. Im dritten bis fünften Jahr gibt es Lohnkostenzuschüsse von 70 bis 90 Prozent.

Im Juli 2021 ist die Zahl der SGB-II-Bedarfsgemeinschaften um 95 auf 7.720 gesunken

Zur Zielgruppe des neuen Förderangebots zur Umsetzung des Teilhabechancengesetzes gehören Menschen über 25 Jahre, die während der letzten sieben Jahr mindestens sechs Jahre lang SGB-II-Leistungen erhalten haben.

Die Bemühungen zeigen Wirkung: Im Juli 2021 ist die Zahl der SGB-II-Bedarfsgemeinschaften um 95 auf nunmehr 7.720 gesunken. Im Vorjahresmonat waren es noch 8.157 Bedarfsgemeinschaften. Aktuell leben 13.827 Personen im Kreis Kleve in diesen Bedarfsgemeinschaften, davon sind 10.340 erwerbsfähige Leistungsberechtigte. Bei den verbleibenden 3.487 Sozialgeldempfängern handelt es sich in der Regel um Kinder. Von 100 Einwohnerinnen und Einwohnern des Kreises Kleve befinden sich etwa 5,3 im SGB-II-Leistungsbezug.

Die Zahlen der Vermittlung in Arbeit werden in der Statistik des Jobcenters Kreis Kleve mit einer dreimonatigen Wartezeit erfasst. Im März 2021 konnten 179 Personen in sozialversicherungspflichtige Tätigkeiten vermittelt werden. Weitere 43 Personen arbeiten nun in einem Minijob. Zur Erfüllung des gesamten Aufgabenspektrums des SGB II wurde im Juni 2021 ein Betrag in Höhe von 9,24 Millionen Euro aufgewendet. Auf den Kreis Kleve und die Kommunen entfielen hiervon etwa 1,46 Millionen Euro für die Kosten der Unterkunft. Bisher lagen die finanziellen Aufwendungen im Jahr 2021 (Januar bis Juni) bei insgesamt rund 55,93 Millionen Euro.

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