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Kleve will die Stadion-Tribüne am Bresserberg sichern

Die Stadiontribüne am Bresserberg ist nach wie vor ein Rohbau.

Die Stadiontribüne am Bresserberg ist nach wie vor ein Rohbau.

Foto: NRZ

Kleve.  350.000 Euro sollen für Fenster, Sanitäranlagen und die Gebäudehülle ausgegeben werden. Eine Fertigstellung würde 1,6 Millionen Euro kosten.

Die Stadiontribüne beim 1. FC Kleve wird gesichert. Der Sportausschuss der Stadt Kleve gab am Montagabend deutliche Signale, dass es ein großes Interesse gibt, die bereits bestehenden Anlagen zu erhalten. 350.000 Euro sollen für den Rohbau aufgewendet werden. Mit diesem Geld soll die Gebäudehülle abgeschlossen, Fenster und Toiletten eingebaut und ein Treffpunkt oder Versammlungsraum realisiert werden.

Gespräch mit dem 1. FC führen

Bevor jedoch die Bauarbeiter anrücken soll die Verwaltung noch einmal Kontakt mit der Vereinsführung des 1. FC Kleve aufnehmen. Kämmerer Willibrord Haas teilt mit, dass bei den ersten Gesprächen der 1. FC Kleve deutlich gemacht habe, lediglich die Tribünenplätze noch nutzen zu wollen. An allen anderen Räumlichkeiten habe man kein Interesse mehr. „Wir wollen noch einmal mit dem 1. FC sprechen und schauen, ob es über die Teilnutzung der Tribüne hinaus noch Möglichkeiten gibt“, so Haas. Der Kämmerer sprach sich dafür aus, die vorhandenen Werte in der Grundstruktur zu schützen.

Der 1. Vorsitzende des Vereins, Christoph Thissen, sagte der NRZ, dass man die Hoffnung auf eine Besserung aufgegeben habe. Man wolle jetzt die Kabinen in Eigenregie auf dem vereinseigenen Gelände errichten. Dem Verein sei wichtig, dass die getätigten Investitionen auch ins Eigentum des Vereins übergehen. Grundsätzlich begrüße man aber die neue Initiative der Klever Stadtverwaltung.

Auch die politischen Vertreter im Rat sind für einen Erhalt des Rohbaus. Daniel Rütter (FDP) hatte sich noch jüngst die Anlagen angesehen. Obwohl der Rohbau schon so lange ungeschützt dort stehe, sei noch nicht Hopfen und Malz verloren. Er regte an, auch andere Parteien für eine Nutzung ins Boot zu holen. Rütter denkt an den Betrieb einer Gastronomie, die zum Beispiel auch Beerdigungscafés am nahe gelegenen Zentralfriedhof anbieten könnte.

Nutzungskonzept erstellen

Niklas Lichtenberger (SPD) sagte, dass man nicht 350.000 Euro ausgeben müsse, wenn es kein Interesse an einer Nutzung der Stadiontribüne gibt. Daher soll parallel zu den Sicherungsmaßnahmen auch ein neues Nutzungskonzept für die Tribüne erarbeitet werden. Eine komplette Fertigstellung der Tribüne würde nach Berechnungen der Stadt 1,6 Millionen Euro kosten. Ein Abbruch des Rohbaus 290.000 Euro.

Im nächsten Sportausschuss soll das Thema erneut diskutiert werden.

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