Schulpolitik

Kleve: Baustart für die NRW-weit einmalige Bewegungshalle

Beim Spatenstich für neue Turnhalle:  Architekt Michael Wilmsen, der CDU-Bürgermeisterkandidat Wolfgang Gebing, Bürgermeisterin Sonja Northing und Schulleiter Jens Wilmeroth.

Beim Spatenstich für neue Turnhalle:  Architekt Michael Wilmsen, der CDU-Bürgermeisterkandidat Wolfgang Gebing, Bürgermeisterin Sonja Northing und Schulleiter Jens Wilmeroth.

Foto: Markus van Offern

Kleve.  An der Gemeinschaftsgrundschule An den Linden wurde jetzt der Spatenstich für das Hallenprojekt gefeiert. Die Stadt investiert 1,9 Millionen Euro.

Es gibt Termine im Kalender, die sind für die Beteiligten dankbarer als andere. Beim Ortstermin An den Linden nahmen alle Beteiligten gerne den Spaten in die Hand, auch weil sie das Konzept für das Projekt überzeugt, wie alle gleichmütig betonen. Gemeinsam mit Bürgermeisterin Sonja Northing vollzogen zahlreiche Stadtverordnete, Mitarbeiter und Lehrer der Gemeinschaftsgrundschule (GGS) An den Linden sowie Planer und Architekten den symbolischen Spatenstich für den Baubeginn der Bewegungshalle unmittelbar neben der bestehenden Turnhalle.

„Zumindest für den Schulbereich wird die Bewegungshalle einmalig in NRW sein“

„Zumindest für den Schulbereich wird die Bewegungshalle einmalig in NRW sein“, erklärte Schulleiter Jens Willmeroth. Er war es auch, der die Idee hatte, anstelle einer konventionellen Sporthalle etwas Neues zu machen. Ausgangspunkt war die dringend sanierungsbedürftige alte Turnhalle der Grundschule und steigende Schülerzahlen. „Ich dachte mir, statt abzureißen könnten wir doch besser sanieren und zusätzlich die Bewegungshalle bauen. Das passt auch hervorragend in unser pädagogisches Konzept des rhythmisierten Ganztags. Die Kindheit hat sich verändert, die Schüler verbringen acht Stunden täglich in der Schule, da ist ein verlässliches Bewegungsangebot lebenswichtig“, sagte Willmeroth.

Die Idee hatte die Ratsmitglieder der Stadt Kleve überzeugt, einstimmig wurde im Oktober 2019 der Beschluss zum Bau gefasst. Die Bürgermeisterin betonte vor Ort, die Bewegungshalle dürfe künftig auch von anderen Schulen und nach 16 Uhr von Vereinen und Erwachsenen genutzt werden. Auch dies sei ein Argument gewesen, dem finanziellen Aufwand von insgesamt 1,9 Millionen Euro zuzustimmen.

Wie der Schulleiter erklärte, besteht die Halle aus zwei Ebenen. Man kann über Netze hochklettern, durch Tunnel kriechen oder an einer Wand klettern. Fallen ist völlig ungefährlich, aufgefangen wird man von einer sogenannten „Schnitzelgrube“, die man sich wie ein Bälle-Bad vorstellen kann, das mit weichen Quadern gefüllt ist. Die Halle wird eine Fläche von 160 Quadratmetern haben, das gesamte Baugrundstück ist 319 Quadratmeter groß. Zwischen Bewegungshalle und alter Turnhalle werden neue Duschen und Umkleideräume gebaut, die von beiden Gebäuden aus genutzt werden.

Die alte Turnhalle der Grundschule wird saniert

Die alte Turnhalle wird saniert. Die Bauzeit wird nach Auskunft des Schulleiters etwa eineinhalb Jahre betragen. So lange müssen sich knapp über 400 Schüler der Grundschule noch gedulden und die Baustelle ertragen. Die Vorfreude bei allen Beteiligten ist groß: „Kinder haben einen natürlichen Bewegungsdrang, den zu fördern absolut notwendig ist. Trampolinspringen, Klettern, Rutschen – das alles hat einen Aufforderungscharakter, die Kinder werden dem folgen, weil sie Spaß daran haben“, ist sich Schulleiter Jens Willmeroth sicher.

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