Medizin

Kalkar freut sich auf die neue Hausärztin Kaiken Homuth

Kaiken Homuth (2.v.r.) eröffnet im Oktober eine neue Hausarztpraxis in Kalkar. Bürgermeisterin Britta Schulz, Fachbereichsleiter Andreas Stechling und Wirtschaftsförderer Bruno Ketteler besuchten die Baustelle.

Kaiken Homuth (2.v.r.) eröffnet im Oktober eine neue Hausarztpraxis in Kalkar. Bürgermeisterin Britta Schulz, Fachbereichsleiter Andreas Stechling und Wirtschaftsförderer Bruno Ketteler besuchten die Baustelle.

Foto: Andreas Gebbink / NRZ

Kalkar.  Die 53-jährige Internistin Kaiken Homuth aus Wesel wird Ende Oktober in Altkalkar eine neue Praxis eröffnen.

Die Handwerker sind fleißig im Einsatz. Und das freut Kaiken Homuth. Die 53-jährige Internistin aus Wesel möchte in gut einem Monat ihre neue Hausarztpraxis an der Gocher Straße 25 in Kalkar eröffnen. Sie leistet damit einen wichtigen Beitrag gegen den Ärztemangel am unteren Niederrhein. In Kalkar gibt es mit ihrer neuen Praxis dann wieder acht Hausärzte. „Ich freue mich auf die Eröffnung. Kalkar liegt für mich wunderbar zentral“, sagt die Medizinerin.

Kaiken Homuth arbeitete bislang für den sozial-medizinischen Dienst der Knappschaft in Bottrop. Hier erstellte sie Gutachten für Renten- und Sozialversicherungsträger. Zu ihren Paradedisziplinen gehören die Gastroenterologie (Magen, Darm) und die Psychotherapie. Homuth wird natürlich das gesamte Spektrum einer hausärztlichen Praxis abdecken.

Auf einen Patientenstamm kann sie noch nicht zurückgreifen: „Ich fange sprichwörtlich bei Null an“, sagt sie. Die Kalkarer haben also jetzt die glückliche Gelegenheit, sich eine neue Hausärztin wählen zu können. Eine Telefonnummer oder eine Internetseite gibt es noch nicht, werde jetzt aber in Kürze erstellt, versichert Homuth.

Unterstützung bei der Ansiedlung

Wirtschaftsförderer Bruno Ketteler, Bürgermeisterin Britta Schulz und Andreas Stechling, der für die hausärztliche Versorgung in Kalkar zuständig ist, freuen sich über die neue Ärztin in ihrer Stadt. Homuth hatte auch nur Lob für die Verwaltung im Gepäck: „Alle Probleme wurden schnellstmöglich gelöst. Und die Hilfe kam immer prompt“, stellt sie erfreut fest.

Homuth beginnt mit zwei Mitarbeiterinnen und einer Auszubildenden. Ihr stehen zwei Sprechzimmer, ein Labor und ein Kardio-Raum zur Verfügung. Für die Gründung der Praxis hat sie sich bei der Kassenärztlichen Vereinigung um Fördergelder bemüht, und auch das Land NRW könnte ihren Start in Kalkar fördern. Kaiken Homuth ist mit einem Pathologen verheiratet, und auch ihre Tochter wird Medizinerin. Die Familie wird in Wesel wohnhaft bleiben.

Arztsituation ist angespannt

Die hausärztliche Situation ist auch in Kalkar angespannt. Aus den Gesprächen mit den Kollegen habe Homuth bereits erfahren, dass es volle Praxen und auch Wartelisten gibt. Nach der Schließung der Vorgängerpraxis hätten viele Kalkarer verzweifelt nach einem neuen Hausarzt gesucht.

Bürgermeisterin Britta Schulz ist erleichtert, dass sich Homuth in Kalkar niederlässt. Sie meinte, eine neue Tendenz erkennen zu können: „Das Thema Lebensqualität spielt heute ein ganz andere Rolle als noch vor ein paar Jahren“, sagt sie. Nicht jeder wolle in der Großstadt leben und dort teure Mieten oder hohe Immobilienpreise in Kauf nehmen. Das Land habe durchaus seine Vorzüge und sei für Familienmenschen attraktiv.

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