Ratsbeschluss

In Weeze soll eine Promenade entlang der Niers entstehen

Die Nierspromenade beginnt am Fährsteg und führt zum Schloss Hertefeld. Hier wird eine Brücke über die Niers errichtet.

Foto: Gemeinde Weeze

Die Nierspromenade beginnt am Fährsteg und führt zum Schloss Hertefeld. Hier wird eine Brücke über die Niers errichtet. Foto: Gemeinde Weeze

Weeze.   Der Rat der Gemeinde Weeze stimmte für eine Flaniermeile entlang des Ortskerns. Eine Brücke soll das Zentrum mit Schloss Hertefeld verbinden.

Es ist ein ambitioniertes Projekt, welches das Gesicht der Gemeinde Weeze stark prägen wird. Die örtliche Politik möchte entlang der Niers eine neue Promenade anlegen lassen und eine Brücke zwischen Ortskern und Schloss Hertefeld errichten, um den Tierpark besser an das Zentrum anzubinden. Am Dienstagabend stellte Bauamtsleiter Wilhelm Moll-Tönnesen die Pläne für Brücke und Promenade vor.

Förderung vom Land

Bereits seit einigen Wochen ist Moll-Tönnesen mit Anwohnern der Niers im Gespräch, um den Promenadenweg realisieren zu können. Der neue Niersweg beginnt mit der Einmündung in den Fährsteg und geht bis zur neu geplanten Brücke. Sowohl Brücke als auch Promenade werden dort über ein gemeindliches Grundstück an die Loestraße angebunden. „Für die Niersbrücke und die Nierspromenade werden nun Städtebaufördermittel bei der Bezirksregierung beantragt. Sowohl Brücke als auch Promenade sind Bestandteile des Integrierten Handlungskonzeptes für den Ortskern“, sagt Moll-Tönnesen.

Die Umsetzung könnte also mit bis zu 60 Prozent vom Land NRW bezuschusst werden. Erst wenn der Zuwendungsbescheid des Landes vorliegt, darf mit der Umsetzung der Maßnahme begonnen werden.

Hoffnung auf Synergien

Die Umsetzung würde die Gemeinde gerne parallel zur geplanten Renaturierung der Niers durch den Niersverband in Höhe des Weezer Tierparks durchführen, um möglicherweise Synergien bei der Baustelleneinrichtung und den Zufahrten zu erzielen. „Wenn beide Maßnahmen optimal genehmigt werden und die Zuwendungsbescheide relativ früh kommen, wäre eine Umsetzung im Herbst 2018 denkbar, realistisch erscheint aber eher eine Umsetzung im Frühjahr 2019“, so Moll-Tönnesen zur NRZ.

Nach Absprache mit der Kirchengemeinde und dem Niersverband wird die Bootsanlegestelle erhalten bleiben, und ein Platz soll das Areal verschönern. Entlang der Niers möchte Moll-Tönnesen den Weg auch über drei Stege führen. Hierfür wurde bereits die Zustimmung des Niersverbandes eingeholt. Der Rat stimmte einstimmig für dieses Konzept.

Relativ schnell einig war sich die Politik auch über die Auswahl der Brücke. Einstimmig votierten die Fraktionen für eine Holzvariante, die bereits in Bad Feilnbach zu sehen ist. Insgesamt standen 22 unterschiedliche Brücken zur Auswahl, die von einem Ingenieurbüro zusammengestellt worden sind. Sowohl die Form als auch der technische Aufbau haben alle Ratsmitglieder begeistert: „Holz ist ein schönes natürliches Material und fügt sich gut in die Niersauen ein“, sagte Grünen-Fraktionschefin Jessica Kruchem.

Kosten sind überholt

Die kalkulierten Kosten für Promenade und Brücke wurden im Haushalt 2018 mit 750 000 Euro angesetzt: „Diese Kosten dürften aber allein aufgrund des Zeitablaufs überholt sein“, so Bauamtschef Moll-Tönnesen. Die Planung besteht bereits seit 2012. „Die Anpassung der Kosten für die Brücke aus Bad Feilnbach auf unsere Verhältnisse in die heutige Zeit ergab eine Kostenschätzung von zirka 271 000 Euro. Diese Summe wird nun aber überprüft.“

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