Geselligkeit ist in Kranenburg kein Zufall

Die Jaghornblaeser Kranenburg eröffneten den Stüppkesmarkt.

Die Jaghornblaeser Kranenburg eröffneten den Stüppkesmarkt.

Foto: mvo

Kranenburg.   Kranenburger Stüppkesmarkt lud Familien wieder zum Fest auf den Straßen. Geschäfte boten Besteck, Waldhörner und aufblasbare Plüschtiere.

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Der Kranenburger Stüppkesmarkt lud wieder zum Fest auf den Straßen. „Die Stüppkes sind die Stufen der Kranenburger Häuser. Früher wurde hier nach Feierabend geklönt, und daraus ist ein Fest geworden“, erinnert der sozialdemokratische Lokalpolitiker Jürgen Franken auf Nachfragen. Die Idee geht zurück ins Jahr 1980, als der erste Markt durch den Verkehrsverein und die Gemeinde Kranenburg auf die Beine gestellt wurde. 1996 wurde dann der Verein „Stüppkesmarkt“ gegründet, der heute unter dem Vorsitz von Theo Poen im Zwei-Jahres-Rhythmus für ein buntes Fest in der Innenstadt sorgt.

„Egal, wer zu uns kommt, soll einen guten Tag haben“

Zur Eröffnung rief diesmal Kranenburgs Bürgermeister Günter Steins die Kranenburger auf, den Stüppkesmarkt gleich mit dem Fahrrad anzusteuern und die Landschaft entlang der alten Bahntrasse zu genießen. „Gesellige Menschen zu treffen, ist in Kranenburg kein Zufall.“ Mehr als hundert Geschäfte, Marktstände, Buden, Cafés, Imbiss-Stände, Vereinsdelegationen und Parteien präsentierten sich. Die Produktpalette reichte von Besteck, über Waldhörner bis hin zu aufblasbaren Plüschtieren. „Wir verstehen uns als Familienfest für Jung und Alt. Egal, wer zu uns kommt, soll einen guten Tag haben“, sagt Mitorganisatorin Thordes Sprave.

Das neunköpfige Veranstalterteam ist in den vergangenen Jahren zu einer Frauendomäne geworden. Gleich sechs Frauen haben sich seit Monaten für den 14. Stüppkesmarkt ins Zeug gelegt. „In den Anfangsjahren waren nur Männer im Team der Organisatoren. Ich war die erste Frau, habe wohl noch mehr angezogen und mittlerweile hat sich das Verhältnis völlig umgekehrt“, sagt Ulrike van Lakum.

Blickt sie auf die Historie des Marktes zurück, spricht sie über eine kontinuierliche Weiterentwicklung. „Wir bleiben bei unseren bewährten Traditionen, wollen aber auch immer wieder neue Ideen einfließen lassen“, sagt sie. Zu den bewährten Kräften des Marktes gehören der Anglerverein, die Christdemokraten, der Kegelclub DWS und der MusikGarten Kranenburg. Der Handwerkermark wurde nach einer Pause wieder aufgelegt. Neu war das Kinderfestival auf der Kirchwiese. An der historischen Stadtmauer waren Clown Pepe und die Ballonkünstlerin Danilein vom Niederrhein unterwegs. Kinder bemalten Specksteinen und bastelten mit Filz.

Der Tag gehört den Kindern, der Abend den Älteren

„Der Tag hier gehört den Kindern, nachmittags bringen wir sie dann nach Hause und kehren wieder zurück“, sagt Jens Mappen, der mit seiner Frau und seinen Kindern vor Ort war. Abends nämlich spielte die Musikband CapSirs und mit ihr trat Lukas Kepser auf, der es bei der Fernseh-Talentshow „Deutschland sucht den Superstar“ ins Finale geschafft hatte. Er ist bekanntlich ein Kind der Gemeinde Kranenburg.

„Die sorgen für richtig gute Stimmung“, sagt Gast Jens Mappen. Stimmung ist auf den Stüppkes der Gemeinde ohnehin garantiert. „Das fröhliche Klönen gehört einfach dazu“, sagt Sprave.

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