Euregio Reaschule Kranenburg

Euregio Realschule Kranenburg geht ins dritte Jahr

Euregio Realschule Kranenburg: Alette Doreleijers (Euregioprojekt), Schulleiter Ulrich Falk, Pflegschaftsvorsitzende Anne Bering, Joachim Janßen, Dr. Berta Heinz (Trägerverein)

Foto: Claudia Gronewald

Euregio Realschule Kranenburg: Alette Doreleijers (Euregioprojekt), Schulleiter Ulrich Falk, Pflegschaftsvorsitzende Anne Bering, Joachim Janßen, Dr. Berta Heinz (Trägerverein) Foto: Claudia Gronewald

Kranenburg.   Euregio Realschule Kranenburg: Kooperation beim Interreg-Projekt Nachbarsprache buurcultuur. Anmeldeverfahren für drittes Jahr läuft an.

Gleich drei aktuelle Anlässe gab es für die Euregio Realschule Kranenburg über ihre Arbeit zu berichten. Neben dem in der kommenden Woche startenden Anmeldeverfahren für das inzwischen dritte Schuljahr an der von einem Trägerverein unterhaltenen Schule, die bekanntlich der geschlossenen Hanna Heiber Hauptschule folgte, berichtete Schulleiter Ulrich Falk von einer ganzen Reihe von Projekten, die teils schon realisiert, teils noch geplant sind. So organisiert die Schule eine Buchwoche, eine Naturerkundung im Fach Biologie, eine Exkursion zu einem Bauernhof, eine Projektwoche Physik oder einen Sporttag.

Nachbarsprache buurkultuur

Vorgestellt wurde außerdem das zu Beginn des Jahres gestartete Interreg-Projekt „Nachbarsprache buurcultuur“, an dem neben der Realschule in Kranenburg unter anderem auch das Gymnasium Goch teilnimmt.

Betreut und fachlich begleitet wird die Schule dabei von der Radboud Universität Nimwegen und der Uni Duisburg-Essen. Darüber hinaus ist auch die niederländische Partnerschule Notre Dame des Anges in Ubbergen mit im Boot.

Zusammenarbeit zwischen Unis und Schulen

„Wir wollen diese Zusammenarbeit zwischen den Unis und den Schulen intensivieren“, sagt Projektkoordinatorin Alette Doreleijers. Man wolle voneinander lernen. So werden Austausche organisiert, man schreibe sich ganz klassisch Briefe, schicke Videos. „Ziel ist es, den Schülern interkulturelle Kompetenzen zu vermitteln bzw. ihre Kenntnisse vom anderen zu erweitern.“ Die Universitäten vermitteln und begleiten die Schülerkontakte, es entstehen Tandems zwischen je einer deutschen und einer niederländischen Schule. „Wir erstellen aber auch Materialboxen, bieten Workshops oder Sprachkurse an“, so Doreleijers. Das Projekt läuft bis Ende 2020.

Anmeldeverfahren wird spannend

Spannend aus Sicht der jungen Schule wird das diesjährige Anmeldeverfahren. „Aus niederländischer Sicht sind wir noch eine Grundschule“, erklärt Falk. Daher erfolge die Empfehlung für eine weiterführende Schule bei den Nachbarn jetzt für das siebte Schuljahr. Möglich also, dass einige der jetzt in Kranenburg beschulten niederländischen Kinder an eine Schule in den Niederlanden wechseln könnten. „Wir gehen allerdings nicht davon aus, viele Schüler an die niederländische Mittelstufe zu verlieren“, ist Falk optimistisch. Für die deutschen Schüler gehe es ohnehin weiter in die siebte Klasse. Auch der Vorsitzende des Trägervereins, Joachim Janßen, sieht das so: „Wir gehen für die Zukunft davon aus, dass unser Schulprofil bekannter und als attraktiv angesehen wird.“

Derzeit gehen 42 Schüler in den Jahrgängen fünf und sechs in die Kranenburger Realschule. „So gut wie alle Kinder sind zweisprachig“, so Falk. Das gelte auch für die Lehrer. Neben Kindern aus der Kranichgemeinde kommen die Schüler auch aus Goch und Kleve. Unterrichtet wird ebenfalls zweisprachig in deutsch und niederländisch.

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