Feuer

Brand im Klever Kinderheim Münze

Im Kinderheim „Die Münze" in Kleve-Kellen brannte eine Garderobe.

Foto: Andreas Gebbink

Im Kinderheim „Die Münze" in Kleve-Kellen brannte eine Garderobe. Foto: Andreas Gebbink

Kleve.   Neun Kinder mussten in der Nacht zu Mittwoch aus dem Klever Kinderheim evakuiert werden. Eine brennende Garderobe richtete erheblichen Sachschaden an

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Im Kinderheim „Die Münze“ an der Peiterstraße in Kleve-Kellen hat es in der Nacht zu Mittwoch gebrannt. Gegen 3.30 Uhr fing aus bislang noch ungeklärter Ursache eine Garderobe im Eingangsbereich Feuer. Der gesamte Flur im Erdgeschoss wurde durch den Brand zerstört. Auch in die Kinderzimmern, die sich auf der ersten Etage befinden, drang der Qualm ein. Neun Kinder wurden noch in der Nacht evakuiert und in andere Häuser der Caritas gebracht. Einrichtungsleiter Karl-Heinz Hüttermann geht davon aus, dass man das Gebäude vermutlich für Wochen oder Monate nicht mehr bewohnen kann.

Ein Schock

Für die Kinder und die Betreuerin sei es ein Schock gewesen. „Zum Glück haben die Rauchmelder rechtzeitig angeschlagen, so dass alle Kinder sicher aus dem Haus gebracht werden konnten“, sagt Hüttermann. Die Kinder wurden von der Betreuerin geweckt. Sie sind im Alter zwischen fünf und 13 Jahren und aufgrund familiärer Probleme im Heim untergebracht.

Die Betreuerin habe schnell und sicher gehandelt, lobt Hüttermann. Die Kinder konnten über einen zweiten Ausgang das Gebäude verlassen. Es wurden der Flur, die neun Schlafräume, die Küche und Abstellräume in Mitleidenschaft gezogen. Der Verwaltungstrakt kann weiter genutzt werden: „Die Rauchschutztüren haben dicht gehalten“.

Über die Brandursache sei bislang noch nichts bekannt. Hier ermittle zurzeit die Polizei. Die Feuerwehr habe den Brand schnell in den Griff kriegen können.

Die Aufräumarbeiten werden vermutlich sehr lange dauern. Mitarbeiter waren am Mittwoch dabei, die persönlichen Sachen aus den Zimmern der Kinder zu sichern. „Alles, was sich in den Schränken befand, ist auch noch nutzbar“, sagt Hüttermann. Eine Spezialfirma aus Kevelaer werde sich jetzt um die Reinigung kümmern. Der Flur müsse saniert werden, Wände, Decken und Fußböden sind stark verrußt. „Das wird nicht so schnell gehen“, sagt Hüttermann.

Hilfe für Heimkinder

Die Kinder sollen jetzt in anderen Einrichtungen der Region untergebracht werden. Hüttermann spricht bereits mit SOS und dem Anna-Stift. „Die Kinder müssen sich von diesem Schock erst einmal erholen“, so der Einrichtungsleiter.

Das Kinderheim an der Peiter-straße ist neueren Datums. Im Jahr 2005 wurde das Haus errichtet. Die Caritas-Einrichtung habe in der fernen Vergangenheit mal einen ähnlichen Brand an der Joseph-Beuys-Allee gehabt, erinnert sich Hüttermann.

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