Verkehr

Kommen die Altkennzeichen zurück?

Hans Immanuel Herbers und Bernd Kern haben einen Bürgerantrag zur Wiedereinführung der Altkennzeichen an den Kreistag gestellt.

Hans Immanuel Herbers und Bernd Kern haben einen Bürgerantrag zur Wiedereinführung der Altkennzeichen an den Kreistag gestellt.

Foto: Kevin Pinnow

Altena/Iserlohn.   Herbers und Kern machen sich für Wiedereinführung von IS, AL und LÜD stark

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315 Altkennzeichen sind in Deutschland wieder zugelassen worden: Wattenscheid, Castrop-Rauxel, Opladen oder Lünen. Viele Menschen identifizieren sich mit ihrem Heimatort und möchten das auch durch die entsprechenden KfZ-Kennzeichen ausdrücken – auch die Iserlohner, Lüdenscheider und Altenaer. Das glauben zumindest Hans Immanuel Herbers und Bernd Kern, die mit einem Bürgerantrag an den Kreistag des Märkischen Kreises die Wiedereinführung der Altkennzeichen IS, AL und LÜD fordern.

Kreistag war 2012 gegen die Wiedereinführung

Der letzte Vorstoß in diese Richtung liegt mittlerweile schon sieben Jahre zurück. 2012 wurde ein entsprechender Antrag vom Kreistag abgeschmettert. „Die Begründung des Kreistages aus dem Jahr 1978 zur Einführung des Unterscheidungskennzeichens MK hat sich als vorausschauend und zutreffend erwiesen. Sie ist auch heute noch ein wichtiges Identifikationsmerkmal für den Märkischen Kreis“, hieß es damals. Herbers und Kern sehen das jedoch etwas anders und verweisen dabei vor allem auf die Rechtslage, die sich seitdem verändert hat. „Mittlerweile müssen Kennzeichen bei der Ummeldung nicht mehr geändert werden, der Kreis verwaltet daher mit Zulassung im Märkischen Kreis Fahrzeuge mit Kennzeichen aus ganz Deutschland“, so Herbers. Dementsprechend würde die Umstellung keinen größeren Aufwand bedeuten. Und: „Der Kreis könnte damit auch noch jede Menge Geld verdienen“, sagt Kern. Viele Wunschkennzeichen – die bekanntlich Geld kosten – seien im MK schon vergeben. Bei der Wiedereinführung von IS, AL und LÜD würden sich wieder neue Möglichkeiten ergeben.

Warum Kern und Herbers, der bereits 2014 in einem Antrag der UWG-Piraten den Rat der Stadt Iserlohn gebeten hatte, den Kreistag aufzufordern, die Entscheidung von 2012 zu überdenken, sich genau jetzt für die Wiedereinführung stark machen, dafür gibt es einen ganz einfachen Grund. „Wann sind Politiker kompromissbereiter? Nahe einer Wahl, oder weit weg von einer Wahl?“

Für den Fall, dass der Kreistag in seiner Sitzung Anfang Juni den Bürgerantrag ablehnt, haben Herbers und Kern auch schon einen Plan. „Dann wollen wir, dass es einen Bürgerentscheid gibt.“ Und der falle aus Sicht der beiden ganz klar aus: pro Altkennzeichen.

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