Fahrradfrühling

Das Rad bewegt die Iserlohner

Pumptrack am Poth: Jeder, der wollte, konnte sich auf dem kleinen Rundkurs in die Kurven legen.

Pumptrack am Poth: Jeder, der wollte, konnte sich auf dem kleinen Rundkurs in die Kurven legen.

Foto: Ralf Tiemann

Iserlohn.   Erste Auflage des Fahrradfrühlings ein Erfolg, auf den sich aufbauen lässt.

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Die Innenstadt gehörte gestern den Fahrrädern. Das Radfahren ist sonntags in der Fußgängerzone zwar immer erlaubt. So viele wie gestern waren aber mit Sicherheit noch nie in der City unterwegs. Dazu natürlich noch viele weitere Gäste ganz ohne Räder. Der erste Iserlohner Fahrradfrühling hat zweifellos viel bewegt – für Iserlohn und das Rad.

1. Iserlohner Fahrradfrühling

Denn beides hatte die Iserlohner Werbegemeinschaft im Sinn, als sie zusammen mit dem Stadtmarketing, dem ADFC und der Heimatzeitung zu dieser Großveranstaltung eingeladen hat: Den enormen Aufschwung, den das Radfahren derzeit erlebt, aufzugreifen und auch in Iserlohn zu nutzen, um mehr Lebensqualität zu erreichen. Und natürlich gleichzeitig die Innenstadt mit einem tollen neuen Veranstaltungsformat zu beleben.

Die ganze Innenstadt wurde zum Fahrraderlebnis

Um das zu erreichen, haben die Organisatoren von vorn herein und schon bei der Premiere richtig groß gedacht. Denn ein Stadtfest braucht Platz, Radfahren auch, und um es spektakulär und mit vielen Mitmachaktionen zu präsentieren, noch mehr. Und so gab es gestern in der ganzen Fußgängerzone eine Menge zu erleben: vom Poth, wo ein Pumptrack-Rundkurs für halsbrecherische Fahrten durch die Steilkurven bereit stand, über den Alten Rathausplatz, wo sich Bands von der Rock- und Pop-Fabrik, „Pay the Bill“ und „Halber Liter“ auf der Bühne abwechselten, bis zum Schillerplatz, wo das Team von „Bike in Motion“ mit einer Trial-Show für Staunen sorgte.

Herzstück des Tages war aber der Bereich rund um den Marktplatz. Dort hatten – ähnlich wie beim Autosalon – viele Fahrradhändler und Organisationen rund um das Rad ihre Stände aufgeschlagen, es wurde beraten und verkauft, der ADFC fand mit seinen Codierungen für den Fall des Diebstahls reißenden Absatz, es gab einen Fahrradflohmarkt, Informationen auf einer kleinen Bühne am Schillerplatz-Brunnen und eine Fahrradversteigerung. Vor allem gab es aber ein riesiges Interesse der Besucher an den Themen, was auch Bernhard Schlomm vom ADFC Iserlohn wahrgenommen hat. Bei den geführten Touren mit Leih-Rädern habe es zwar in der Organisation ein wenig gehakt, ansonsten seien er und sein Team aber höchst zufrieden mit dem Zuspruch und dem Verlauf des Tages. Auch die bewachten Fahrradparkmöglichkeiten wurden gut angenommen.

Dass es auf halber Strecke gegen 14.15 Uhr heftig anfing zu regnen, und dann für den Rest des Tages unangenehm nass blieb, war natürlich Pech.

Werbegemeinschaft ist mit der Premiere hoch zufrieden

Doch auch die Organisatoren von der Werbegemeinschaft konnten mit dem Fahrradfrühling zufrieden sein. Der Besuch war für eine Premiere sehr gut. Gleichwohl lief Volker Hellhake den ganzen Tag über mit Zettel und Stift über die Plätze, um sich zu notieren, was für die zweite Auflage alles verbessert werden kann.

Der größte Wunsch wäre natürlich ein zeitgleich stattfindender verkaufsoffener Sonntag. Ein Wunsch, der womöglich in Erfüllung geht. Denn das Stadtmarketing hatte Publikumszähler in die Stadt geholt, um belastbare Zahlen zum Fahrradfrühling zu bekommen, mit denen dann die rechtlichen Auflagen für einen Einkaufssonntag erfüllt werden sollen.

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