Standort Verkehrslehrgarten

CDU bringt Griesenbrauck ins Spiel

Die CDU-Ratsmitglieder Eva Kirchhoff (li.), Michael Schmitt und Ilona Höche gestern vor dem Gelände am Griesenbrauck.

Die CDU-Ratsmitglieder Eva Kirchhoff (li.), Michael Schmitt und Ilona Höche gestern vor dem Gelände am Griesenbrauck.

Foto: Stefan Drees / IKZ

Iserlohn.  Das Gelände oberhalb des Straßenverkehrsamtes könnte nach Auffassung der CDU Standort für den Verkehrslehrgarten werden.

Am heutigen Abend wird im Planungsausschuss (17 Uhr, Ratssaal), darüber beraten, ob sich die Suche für ein Areal für eine mögliche Verlagerung des Autohauses Jürgens künftig auf das Gelände des Verkehrslehrgartens konzentrieren soll (wir berichteten). Das wiederum würde bedeuten, dass für den Verkehrslehrgarten eine Alternative gefunden werden müsste. Gestern machte die CDU-Fraktion einen entsprechenden Vorschlag. Die Christdemokraten bringen ein rund 8000 Quadratmeter großes Gelände oberhalb des Straßenverkehrsamtes ins Spiel, auf dem sich früher ein Setzteich befunden hat.

Eigentlich ist dort von der Familie Edelhoff, die das Gelände nach unseren Informationen vom Märkischen Kreis erworben hat, Wohnbebauung vorgesehen. Die CDU-Fraktion ist aber inzwischen der Auffassung, dass dafür nicht mehr die notwendigen planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden können. Planungsausschussvorsitzender Michael Schmitt (CDU) berichtet in diesem Zusammenhang von einer negativen Stellungnahme der Regionalplanungsbehörde, die darauf hinweise, dass am Griesenbrauck ausreichend Wohnbauflächenreserven vorhanden seien. Darüber hinaus gebe es beim wasserrechtlichen Verfahren, welches in der Hand des Märkischen Kreises liegt, noch keine Lösung. Außerdem, so Schmitt, sei Wohnbebauung in dem Bereich eine heikle Angelegenheit, da man ja weiterhin eine mögliche Erweiterung des benachbarten Steinbruchs im Blick haben müsse. Zwar habe man seinerzeit im Planungsausschuss eine andere Auffassung vertreten, nun teile man aber die angeführten Bedenken. „Wir wollen daher im Rat im Oktober die Notbremse ziehen“, sagte Schmitt, mit dem Ziel, das Verfahren nicht weiter zu verfolgen.

Ein denkbares Szenario: Die Familie Edelhoff, so schätzt es die CDU ein, könne dann von einer Ausstiegsklausel im Kaufvertrag Gebrauch machen, die dann gezogen werden könnte, wenn die angedachte Lösung mit der Wohnbebauung nicht realisiert werden könne. Der Kreis, so die Information der CDU, müsse dann das entsprechende Gelände zurückkaufen. Ausdrücklich betont wurde beim gestrigen Ortstermin, dass das untere Gelände im Bereich der ehemaligen KDVZ nicht von der Problematik betroffen sei. Hier ist nichtstörendes Gewerbe, beispielsweise ein Autohaus, vorgesehen.

Christdemokraten hoffen auf Entgegenkommen des Kreises

Und so stellt sich die CDU dann die weitere Entwicklung vor: Der Märkische Kreis könnte der Verkehrswacht Iserlohn das Areal am ehemaligen Setzteich möglichst kostenlos zur Verfügung stellen, die Stadt Iserlohn würde dann die für einen Verkehrslehrgarten notwendige Infrastruktur erstellen. Ein gewisses Entgegenkommen des Kreises, so Michael Schmitt, sei auch durchaus zu rechtfertigen. Denn nach Auskunft der Verkehrswacht decke der Verkehrslehrgarten in Iserlohn den entsprechenden Bedarf für den gesamten Nordkreis ab. In einem ersten Kontakt sei der Standort am Griesenbrauck von der Verkehrswacht grundsätzlich als geeignet angesehen worden, erklären die Christdemokraten.

Die CDU will nun einen entsprechenden Antrag formulieren – mit dem Ziel, dass die Iserlohner Verwaltung mit dem Kreis entsprechende Verhandlungen aufnimmt.

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