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Iserlohner Senior entgeht knapp einem Betrug

Symbolbild

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Foto: Arne Poll

Iserlohn.  Ein 85-Jähriger sollte angeblich 17,6 Millionen Euro erben, hatte bereits sensible Daten an eine spanische Kanzlei geschickt.

Für einen 85-jährigen Iserlohner schien der Traum vom Millionen-Gewinn in Erfüllung zu gehen: Eine spanische Anwaltskanzlei hatte ihm laut Polizeibericht ein Erbe über 17,6 Millionen Euro an. Genau genommen sollte seine verstorbene Ehefrau erben.

Der Senior antwortete per Brief. Er schickte folgsam alle geforderten Personaldaten und eine Ausweis-Kopie nach Spanien. Erst als sein Brief als unzustellbar zurückkam, überkamen den Iserlohner Zweifel. Deshalb wandte er sich am Montag an an die Polizei. Die ermittelt jetzt wegen eines Betrugsversuchs. Denn so viel ist sicher: Es gibt kein Erbe. Glücklicherweise kam der Antwortbrief zurück. Den Betrügern sind vermutlich keine Daten in die Hände gefallen.

Wenn einer „gewinnt“, dann die Betrüger: Sie versprechen traumhafte Gewinne oder ein märchenhaftes Erbe. Vor dem Millionen-Transfer sollen jedoch zunächst die Opfer horrende Gebühren zahlen. Wer einmal bezahlt, den rupfen die Täter gern auch noch einmal. Die Polizei rät: Finger weg! Wer an keinem Gewinnspiel teilgenommen hat, der kann nichts gewinnen. Seriöse Anbieter fordern auch keine Gebühren! Nicht zahlen! Verstorbene millionenschwere Tante in Spanien? Das sollte Ihnen spanisch vorkommen! Nichts zahlen! Tipp der Polizei: Sprechen Sie mit anderen Personen aus dem Freundeskreis über diese Betrugsmaschen oder - im konkreten Fall - über das Gewinnversprechen. Eine Recherche nach den angeblichen Anwaltskanzleien kann in die Irre führen: Betrüger missbrauchen gerne den guten Namen tatsächlich existierender Büros. Das Geld fließt trotzdem in dunkle Kanäle.

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