Tierisch

Zirkus: Politiker fordert in Herne ein Verbot für Wildtiere

Tiger in der Manage: Das soll es nach dem Willen der Ratsgruppierung Unabhängige Bürger künftig in Herne nicht mehr geben.

Tiger in der Manage: Das soll es nach dem Willen der Ratsgruppierung Unabhängige Bürger künftig in Herne nicht mehr geben.

Foto: Socrates Tassos / FUNKE Foto Services

Herne.   In Herne sollen Wildtiere in der Manege in Zukunft tabu sein. Ein entsprechendes Verbot für Zirkusse fordert ein Ratsherr. Das sind seine Gründe.

Der Stadtverordnete Bernd Blech fordert für Herne ein Verbot für den Auftritt von Wildtieren im Zirkus. Einen entsprechenden Antrag hat das Mitglied der „Unabhängigen Bürger“ für die Ratssitzung am Dienstag, 18. Juni, gestellt.

Verbot nur für städtische Flächen möglich

Zirkusse könnten der anspruchsvollen Haltung von Wildtieren wie beispielsweise Elefanten oder Tigern nicht gerecht werden, so der Ratsherr zur WAZ. Auch beim Transport gebe es große Probleme. Der Rat könne allerdings nur für städtische Flächen ein Verbot aussprechen. Dies sei aber nicht nur aus symbolischen Gründen nötig, denn: „Immer mehr Städte in Deutschland sprechen ein solches Verbot aus. Dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass ein Zirkus mit Wildtieren nach Herne kommt.“

Laut einer Auflistung der Tierschutzorganisation PETA gibt es aktuell in 91 deutschen Städten ein Verbot beziehungsweise Einschränkungen. Als einzige Ruhrgebietsstadt ist Castrop-Rauxel auf der Liste. In Herne war im Juni 2018 der Circus Atlantik auf dem Cranger Kirmesplatz zu Gast, verzichtete dabei aber offenbar auf den Einsatz von Wildtieren.

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