Politgeflüster

Herner Ratsvertretern geht jetzt ein Licht auf

Frisch aufpoliert: die historischen Kronleuchter im Ratssaal des Herner Rathauses.

Foto: Thomas Schmidt/Stadt Herne

Frisch aufpoliert: die historischen Kronleuchter im Ratssaal des Herner Rathauses. Foto: Thomas Schmidt/Stadt Herne

Im Herner Rat gibt’s Neues: etwa ein süßes Geheimnis und ein Licht, das den Stadtverordneten nun aufgeht. Hier unsere Kolumne „Politgeflüster“.

Süßes Geheimnis

Wäre dies eine Klatschblatt-Kolumne, dann würde dieser Abschnitt so beginnen: Grünen-Ratsfrau Tina Jelveh trägt ein süßes Geheimnis unter ihrem Herzen. Da dies aber eine Polit-Kolumne ist, fangen wir so an: Grünen-Ratsfrau Tina Jelveh ist schwanger. Das ist insofern berichtenswert, weil Ratsfrauen in Herne normalerweise nicht schwanger werden – was durchaus etwas mit dem fortgeschrittenen Alter von Stadtverordneten in dieser Stadt zu tun. Vater ist ihr Mann, der Unternehmer Oliver Sopalla, den sie im September im Herner Rathaus geheiratet hat. Im Mai soll das Kind zur Welt kommen, und bis dahin, so wird gemutmaßt, will die Verwaltung einen Wickeltisch in den Waschräumen am Ratssaal installieren, damit sich Politik und Mutterschaft vereinbaren lassen. Übrigens trägt Tina Jelveh (32) unter ihrem Herzen einen Stammhalter. Oder anders ausgedrückt: Sie bekommt einen Jungen.

Aufwändige Reinigung

Und dann war da in dieser Woche ja noch der Neujahrsempfang der Stadt im Rathaus. Oberbürgermeister Frank Dudda hielt seine Rede im Ratssaal vor Hunderten geladenen Gästen auf einer eigens errichteten Bühne. Dafür mussten alle Stühle und Tische der Ratsmitglieder rausgeschleppt werden.

Der Hausmeister nutzte anschließend die Gunst der Stunde, besorgte sich ein Gerüst und reinigte in 8,50 Meter Höhe die beiden riesigen Kronleuchter aus dem Jahr 1912. Sie sind jeweils 500 Kilo schwer und fassen jeweils 100 Glühbirnen sowie Glaselemente und Metallteile. Die Reinigung fiel aber nur wenigen auf, weil die Lampen während des Empfangs gar nicht benutzt wurden. Zur nächsten Ratssitzung sollen sie aber in neuem Glanz erstrahlen. Böse Zungen behaupten: Dann geht den Stadtverordneten vielleicht mal ein Licht auf.


Freudige Überraschung

Apropos Licht. Neben den besonders wichtigen Gästen begrüßte OB Dudda beim Neujahrsempfang diesmal auch ein „kleines Licht“: Constanze Przybyl, jüngste Tochter seines Büro-Leiters Lothar Przybyl. Grund: Die Studentin feierte am selben Tag ihren 21. Geburtstag. Damit sie an ihrem Ehrentag nicht ohne Eltern feiern musste (auch Mutter Gabriele Przybyl gehörte als SPD-Ratsfrau zu den geladenen Gästen), ging Constanze Przybyl einfach mit zum Empfang. Als OB Dudda ihr vor allen anderen Gästen gratulierte, kullerten bei Constanze Przybyl sogar ein paar Freudentränen.

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