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Weniger Gottesdienste in Herner Pfarrei St. Dionysius

Nur noch zehn statt 17 Messen finden an den Wochenenden in den Gemeinden der Herner Pfarrei St. Dionysius statt.  Grund dafür ist der Mangel an Priestern. Unser Foto zeigt eine Festmesse des Hegering Herne in der St. Marien-Kirche Baukau.

Foto: Oliver Mengedoht

Nur noch zehn statt 17 Messen finden an den Wochenenden in den Gemeinden der Herner Pfarrei St. Dionysius statt. Grund dafür ist der Mangel an Priestern. Unser Foto zeigt eine Festmesse des Hegering Herne in der St. Marien-Kirche Baukau. Foto: Oliver Mengedoht

herne.   Nur noch zehn statt 17 Messen finden seit Anfang Oktober in der Herner Pfarrei St. Dionysius statt. Grund ist der Mangel an Priestern.

Seit dem 1. Oktober finden im Gebiet der neuen Pfarrei St. Dionysius, die Alt-Herne mit seinen zehn Gemeinden umfasst, deutlich weniger Gottesdienste am Sonnabend und Sonntag statt als bisher. Die Anzahl ist von 17 auf insgesamt zehn Messen reduziert worden.

Nötig geworden sei dieser Schritt, so Dechant Norbert Johannes Walter, durch weniger hauptamtliche Mitarbeiter – sprich: Priester. Ein Vikar habe eine neue Stelle angetreten und nehme nun überregionale Aufgaben wahr, ein anderer sei auf eigenen Wunsch ins Siegerland versetzt worden. Und es sei damit zu rechnen, dass im nächsten Jahr noch jemand gehe. „Wir müssen deshalb sehen, wie wir das so gestalten können, dass wir das durchhalten“, sagt Dechant Walter.

Zwei Gemeinden ohne Messe

In zwei Gemeinden, in St. Barbara in Elpeshof und in St. Konrad in Constantin, entfallen die Vorabend- und die Sonntagsmesse künftig komplett. „Die Besucherzahl lag dort häufig unter 30“, so Pfarrer Walter. Über eventuelle Ausnahmen, zum Beispiel anlässlich des Patronatsfestes oder ähnliches, werde individuell entschieden. In anderen Gemeinden seien zum Beispiel Vorabend- und Sonntagsmesse zusammengelegt worden. Mit dem Erzbischof in Paderborn sei man zurzeit auch über alternative Lösungen im Gespräch; mit mehr hauptamtlichen Mitarbeitern sei nicht zu rechnen.

Die geänderte Gottesdienstordnung sei im Vorfeld bereits in den Gemeindeversammlungen besprochen worden, am Mittwochabend stimmte ihr auch der Pfarrgemeinderat zu. Nach einem Jahr soll die neue Gottesdienstordnung noch einmal auf den Prüfstand, um gegebenenfalls nachzujustieren. „Wir hoffen“, so Dechant Walter, „dass wir diese Regelung mittelfristig bis etwa 2024 beibehalten können.“

In Wanne-Eickel seien zurzeit keine Einschnitte bei den Gottesdiensten geplant, so Pfarrer Ludger Plümpe, designierter Leiter der noch zu gründenden Gesamtpfarrei. Dort habe es schon vor zweieinhalb Jahren, bevor er seine Aufgaben in Wanne-Eickel übernommen habe, radikale Veränderungen gegeben. In den nächsten Jahren sei aber mit Pensionierungen von Priestern zu rechnen: „Dann müssen wir noch einmal neu nachdenken“, so Pfarrer Plümpe. Zurzeit fänden in den neun Wanne-Eickeler Gemeinden 14 Messen am Sonnabend- und Sonntag statt.

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