Cranger Weihnachtszauber

Weihnachtszauber: Besucher über Ponyreiten nicht einig

Für sie geht Ponyreiten gar nicht: Michaela Schindler, hier mit ihrer Tochter Nele vor „Kaisers Reitbahn“.

Für sie geht Ponyreiten gar nicht: Michaela Schindler, hier mit ihrer Tochter Nele vor „Kaisers Reitbahn“.

Foto: Vladimir Wegener / FUNKE Foto Services

Herne.  Ponyreiten auf dem Cranger Weihnachtszauber: Tierquälerei – ja oder nein? Die Meinungen der Besucher könnten unterschiedlicher nicht sein.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Das Fahrgeschäft „Kaisers Reitbahn“ auf dem Cranger Weihnachtszauber in Herne erhitzt die Gemüter. Ist das Ponyreiten Tierquälerei oder geht es völlig in Ordnung? Wir haben Besucher der „Winterwunderwelt“ gefragt.

„Für mich geht das gar nicht. Dass die Ponys hier den ganzen Tag im Kreis laufen, ist Tierquälerei“, sagt Michaela Schindler. Sie ist zu Besuch auf dem Cranger Weihnachtszauber und geht mit ihrer Tochter Nele an „Kaisers Reitbahn“ vorbei. „Ich finde, dass man das auch einfach nicht braucht.“ Die sechsjährige Nele ist da anderer Ansicht: „Ich finde das ganz gut hier und wollte auch eigentlich gerne mal hier reiten“, bekennt das Kind. Doch die Aussage der Mutter hat das Mädchen skeptisch gemacht, und außerdem müsste sie das Ponyreiten von ihrem eigenen Taschengeld bezahlen. Deshalb gehen die beiden erst mal weiter.

Ein paar Meter entfernt sieht das Meinungsbild anders aus: Zafert Özbek hat seine Tochter gerade auf eins der Ponys gesetzt und schaut ihr gespannt beim Reiten zu: „Für die Kinder hier ist das einfach ein tolles Erlebnis, deshalb würde ich das auf jeden Fall nicht abschaffen wollen“, sagt der 34-Jährige. „Für mich ist nur wichtig, dass die Pferde das nicht so zu lange machen müssen und genügend Pause haben.“

„Die Tiere hier sehen wirklich sehr gut aus“

Ähnlich sieht es auch Nicole Schneider, die auf ihren Sohn wartet: „Ich informiere mich immer vorher über die Veranstalter“, erzählt die 32-Jährige. „Mir ist es außerdem sehr wichtig, dass die Tiere gepflegt aussehen und einen guten Eindruck machen, also zum Beispiel nicht unterernährt sind. Und die Tiere hier sehen wirklich sehr gut aus.“ Ihr Sohn sitzt das erste Mal auf einem Pony, und ihm scheint es zu gefallen. „Das ist hier einfach eine schöne Gelegenheit für ihn, diese Erfahrung zu machen“, so Nicole Schneider.

Währenddessen nähern sich Heike Hausmann und ihre Enkelin Leyla dem Ponyreiten. „Meine Enkelin darf hier nicht reiten, das habe ich ihr auf dem Weg hier hin schon erklärt“, sagt die 57-Jährige. Für sie sei es kein Argument, dass die Tiere gepflegt aussehen: „Mir tun sie einfach nur leid, wie die hier stupide den ganzen Tag im Kreis laufen müssen“, sagt Heike Hausmann. Sie geht mit Leyla lieber weiter. Für das Ehepaar Stefan und Martina Kassen ist das nicht verständlich: „Wenn ich an meine Kindheit denke, gehören Pferde auf dem Jahrmarkt einfach dazu“, sagt die 56-Jährige. „Die haben hier ja auch einen Platz, an dem keine laute Musik zu hören ist und scheinen gut behandelt zu werden“, so Stefan Kassen. „Also von mir aus darf es das hier gerne geben!“

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (4) Kommentar schreiben