Interview

Warum Hernes SPD-Finanzchef nicht Minister in Thüringen ist

In Thüringen gehen die Uhren anders als in Herne - insbesondere in der SPD, so glaubt der „Spiegel“.

In Thüringen gehen die Uhren anders als in Herne - insbesondere in der SPD, so glaubt der „Spiegel“.

Foto: Michael Reichel / dpa

Es sei für Genossen einfacher, in Thüringen Minister als in Herne Kassenwart zu werden, so der „Spiegel“. Was Hernes SPD-Schatzmeister dazu sagt.

Es sei schwerer, in Herne SPD-Kasssenwart zu werden, als in Thüringen Minister für die SPD. Das schreibt der „Spiegel“ in seiner aktuellen SPD-Titelstory unter Berufung auf einen Genossen aus Eisenach (Thüringen). Die WAZ sprach darüber mit Olaf Semelka (49), „Kassenwart“ bzw. Schatzmeister der Herner SPD.

Wenn’s doch so einfach ist: Warum sind Sie nicht SPD-Minister in Thüringen geworden?

Olaf Semelka: Ganz einfach: weil ich nicht in Thüringen wohne.

War’s denn schwer, in Herne Schatzmeister zu werden?

Nein, das war gar nicht so schwer. Ämter, die mit viel Arbeit verbunden sind, sind ja nicht sonderlich beliebt.

Sie sind nicht nur Finanzexperte im SPD-Vorstand, sondern gelten auch als GroKo-Gegner. Wie bewerten Sie die Ergebnisse des Parteitags?

Die Beschlüsse und insbesondere den Leitantrag finde ich in Ordnung. Dass die SPD nicht aus der GroKo aussteigen wird, war mit klar. Etwa ein Drittel der Delegierten auf dem Parteitag wäre ja persönlich von einem Aus der Großen Koalition betroffen.

Was glauben Sie: Wie geht es nun weiter?

Ich denke, die CDU wird sich in der GroKo zunächst ein Stück weit nach links bewegen und einige Zugeständnisse machen. Es wird aber der Punkt kommen, an dem es mit der GroKo nicht mehr weitergehen wird. Ich gehe davon aus, dass dies im Herbst der Fall sein wird.

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