Unfall

Verunglückter Schüler gelangte leicht auf Fabrikgelände

In dieser ehemaligen Farbik-Halle an der Industriestraße in Herne verunglückte der 14-Jährige. Der Zutritt ist leicht möglich.

In dieser ehemaligen Farbik-Halle an der Industriestraße in Herne verunglückte der 14-Jährige. Der Zutritt ist leicht möglich.

Herne.   Der Ort, an dem ein Schüler in einem Herner Industriekomplex durch ein Fabrik-Dach stürzte und starb ist leicht zugänglich.

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Der Schüler, der in Herne durch ein Fabrik-Dach stürzte und starb, war wohl in Begleitung eines Freundes. Der Industriekomplex ist leicht zugänglich. So hat die Polizei den Unglücksort am Mittwoch präzisiert. Ums Leben kam der Schüler demnach in einer ehemaligen Werkshalle an der Fabrikstraße. Dort brach er am Montagnachmittag durch ein Oberlicht aus Plexiglas und starb an der Unglücksstelle. Gefunden wurde er erst rund acht Stunden später in der Nacht auf Dienstag nach einer Handy-Ortung durch die Polizei.

Nach Angaben von Polizei-Sprecher Volker Schütte verdichten sich die Hinweise, dass der Jugendliche bei seinem Streifzug über das ehemalige Fabrikareal von einem Freund begleitet wurde: „Da deutet vieles darauf hin.“ Ob dieser „deutlich jüngere Begleiter“ die Tragödie mit ansah und nach dem Sturz aus acht Metern weglief, sei nicht auszuschließen. Das Kind, so Schütte, könne derzeit nicht befragt werden.

Polizei prüft Verantwortung des Grundstücksbesitzers

Der Unglücksort liegt unweit des Dorn-Geländes nahe der Bahnlinie östlich des Herner Bahnhofs. Auf dem riesigen, verwaisten Industriekomplex gibt es mehrere Hallen, die durch eingeschlagene Fenster oder offene Stahltüren zum Teil leicht zu betreten sind. Das Areal selbst ist ebenfalls zugänglich: Noch am Mittwoch machte ein umgekippter Bauzaun den Weg frei auf das ehemalige Fabrikgelände, auf dem Hunderte Reifen, abgewrackte Fahrzeuge und reichlich Müll vor sich hin gammeln. In dem Hallenkomplex, in den der 14-Jährige stürzte, türmen sich Müll, Schrott und Rechnungsordner, Hinterlassenschaften wie Getränkeflaschen oder Spraydosen zeugen zudem davon, dass er Treffpunkt von Besuchern ist. Auch am Mittwoch waren Jugendliche auf dem Gelände.

Nach Auskunft von Polizeisprecher Schütte wollen die Ermittler auch prüfen, ob der Besitzer das Gelände - beziehungsweise die Halle - ordnungsgemäß gesichert hat. In diesem Zusammenhang appelliert er eindringlich an Eltern und Jugendliche: „Bleibt da weg.“ Alte Industrie-Komplexe, betont er, seien keine Spielplätze.

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