Kommentar

Verkehrswende in Herne: Den Worten müssen Taten folgen

WAZ-Redakteur Lars-Oliver Christoph kommentiert Überlegungen der Stadt für die Sodinger Straße.

WAZ-Redakteur Lars-Oliver Christoph kommentiert Überlegungen der Stadt für die Sodinger Straße.

Foto: Antonia Huber / funkegrafik nrw

Herne.  Wird das noch was mit der Verkehrswende in Herne? Beschlüsse und Konzepte stimmen, doch an der Umsetzung hapert es, so Lars-Oliver Christoph.

Die von Stadt und Politik propagierte Verkehrswende ist bisher ein Papiertiger. Die Taktverschlechterung der Linie 306 und die Rücknahme der Umbaupläne für die Edmund-Weber-Straße belegen, dass den Worten bisher kaum bzw. zu wenig Taten gefolgt sind.

Bleibt zu hoffen, dass das Projekt Sodinger Straße konsequent verfolgt und umgesetzt wird. Die bisherige Vision ist es wert, weiterentwickelt zu werden. Und für die dringend nötige Mobilitätswende könnte ein Rückbau dieser Hauptverkehrsstraße durchaus Signalwirkung haben.

Allerdings droht eine große Gefahr: die Kommunalwahl 2020. Ob alle Parteien die Verkehrswende im Wahlkampf auch gegen Widerstände der in Herne großen Autofahrerlobby verteidigen werden? Zweifel sind erlaubt.

Leserkommentare (1) Kommentar schreiben