Motorräder

Verkehrswacht: Vorschlag von Scheuer „sehr gefährlich“

Ein Verordnungsentwurf des Bundesverkehrsministeriums sieht vor, dass Autofahrer unter bestimmten Voraussetzungen auch sogenannte Leichtkrafträder steuern dürfen. Die Verkehrswacht Wanne-Eickel hält den Vorschlag für „sehr gefährlich“.

Ein Verordnungsentwurf des Bundesverkehrsministeriums sieht vor, dass Autofahrer unter bestimmten Voraussetzungen auch sogenannte Leichtkrafträder steuern dürfen. Die Verkehrswacht Wanne-Eickel hält den Vorschlag für „sehr gefährlich“.

Foto: Thomas Frey / dpa

Herne.  Der Bundesverkehrsminister hat vorgeschlagen, dass Autofahrer ohne Zusatzprüfung Motorräder fahren dürfen. Kritik von der Herner Verkehrswacht.

Als „sehr gefährlich“ bewertet Heinrich Hendricks, Vorsitzender der Verkehrswacht Wanne-Eickel, den neuen Vorstoß von Verkehrsminister Andreas Scheuer. Der CSU-Politiker hat vorgeschlagen, dass es Autofahrern erlaubt sein soll, auch ohne zusätzliche Prüfung Motorräder fahren zu dürfen

Nach Ansicht von Hendricks, muss sich ein Motorradfahrer ganz anderen Herausforderungen stellen oder sich dieser bewusst sein als ein Pkw-Fahrer. Die Einschätzung von Gefahrensituation oder auch die Beschleunigung des Fahrzeugs seien beispielsweise wichtige Aspekte.

In den 50er-Jahren sei es Pkw-Fahrern erlaubt gewesen, Kleinkrafträder zu benutzen. Doch früher sei man auch deutlich sorgloser gewesen, so Hendricks. Es habe beispielsweise längst noch keine Pflicht für Motorradfahrer gegeben, einen Schutzhelm zu tragen. Oder auch an Sicherheitsgurte in Fahrzeuge habe noch niemand gedacht.

Wer in heutiger Zeit vollkommen ungeübt mit einem Motorrad losfahren wolle, wisse mit hoher Wahrscheinlichkeit überhaupt nicht, auf was er sich wirklich einlasse. Daher sei die Gefahr, dass er sich selbst oder anderen Menschen Schaden zufüge, sehr groß.

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