Busbahnhof

Vandalen wüten am Buschmannshof

Foto: WAZ Fotopool

Wanne-Eickel.   Die HCR beklagt nach nur einem Monat erhebliche Schäden am neuen Buschmannshof in Wanne-Eickel. Außerdem gibt es Klagen über Dreck auf den Bahnsteigen in dem neuen Busbahnhof. Das Nahverkehrsunternehmen wartet nun auf grünes Licht für eine Videoüberwachung.

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Vor einem Monat strahlte HCR-Chef Wolfgang Neige bei der Inbetriebnahme der neuen Haltestelle „Am Buschmannshof“ mit der Sonne um die Wette. Am Mittwoch verdunkelt sich nicht nur der Himmel über Wanne-Eickel: „Da könnte man einen Wutanfall kriegen“, sagt Neige angesichts von ersten Vandalismusschäden an dem für 2,5 Millionen Euro errichteten Halt.

7000 Euro Sachschaden

In den Nächten auf Samstag, Sonntag und/oder Montag müssen Unbekannte am Buschmannshof regelrecht gewütet haben. Die traurige Bilanz: Löcher in der Scheibe der elektronischen Fahrplananzeige sowie ein großer Sprung in einem Windschutz für Fahrgäste. „Wir haben mit großem Aufwand die Aufenthaltsqualität in Wanne erhöht – und dann so was“, sagt HCR-Sprecher Dirk Rogalla.

Auf mindestens 7000 Euro schätzen die Straßenbahn Herne Castrop-Rauxel den Sachschaden. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2012 gab es an allen Haltestellen einen Sachschaden von insgesamt 11 000 Euro. Der Austausch der defekten Scheibe an der elektronischen Fahranzeige werde zudem Zeit in Anspruch nehmen, weil es sich um eine Spezialanfertigung handele.

Doch damit noch nicht genug: Auf der eingezäunten (städtischen) Fläche neben der Haltestelle sind Bodenlampen zerstört worden - vor Zeugen: „Ein Mann hat mir am Montag erzählt, dass er Jugendliche beobachtet habe, die mit einem Hammer auf Lampen geschlagen haben“, berichtet Aggi Wendling, Pächterin des Verkaufshäuschens am Buschmannshof. Und warum hat er nicht die Polizei alarmiert? „Diese Frage hat er mir nicht beantworten können“, so Aggi Wendling.

Die Pächterin und die HCR-Verantwortlichen ärgert aber noch etwas ganz Anderes: „Hier sieht es schon jetzt total versifft aus“, sagt Wolfgang Neige und zeigt auf den Boden. Trotz der aufgestellten Müllbehälter finden sich dort unübersehbare Spuren von Getränke- und Speiseresten, Zigarettenkippen und anderer Unrat. Doch nicht immer kommen Müllsünder ungeschoren davon, wie Aggi Wendling weiß. Sie habe beobachtet, berichtet sie, wie das Ordnungsamt einen Bürger mit 20 Euro zur Kasse gebeten habe, der seine Kippe auf den Boden geschmissen habe, statt sie im Mülleimer zu entsorgen.

Die HCR hofft darauf, dass auch die nächtlichen Fälle von blinder Zerstörungswut schon bald besser geahndet werden können. Das Nahverkehrsunternehmen will am Buschmannshof eine Videoüberwachungsanlage installieren. Man warte aber noch aufs Einverständnis der Stadt, sagt Wolfgang Neige. Außerdem werde man die Polizei bitten, hier nachts häufiger nach dem Rechten zu sehen.

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