Musik

Ungewöhnliches Festival hat Premiere in den Flottmann-Hallen

Club Blue kommt aus Frankfurt und wird am zweiten Tag des Festivals „Blaues Rauschen“ auftreten. Die beiden Soundtüftler bringen Synthesizer ebenso mit wie Bewegungssenoren und Spielzeuginstrumente.

Foto: Open Systems

Club Blue kommt aus Frankfurt und wird am zweiten Tag des Festivals „Blaues Rauschen“ auftreten. Die beiden Soundtüftler bringen Synthesizer ebenso mit wie Bewegungssenoren und Spielzeuginstrumente. Foto: Open Systems

herne.   Das „Blaue Rauschen“ feiert neben Dortmund und Essen auch in den Herner Flottman-Hallen Premiere. Deshalb ist die Musik etwas Besonderes.

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Mit Lichtimpulsen Klänge erzeugen, analoge, also durch herkömmliche Instrumente erzeugte Musik mit digitaler verknüpfen: Das erleben die Besucher beim Festival „Blaues Rauschen“, das an drei Tagen (6. bis 8. Oktober) in den Flottmann-Hallen und jeweils an einem Tag in Essen (Goethebunker, 12. Oktober) und Dortmund (Schloss Eving, 14. Oktober) Premiere feiert.

Die Digitalisierung hat längst die Musikmacher erreicht. Für Klangerzeugung bedarf es nicht mehr unbedingt altbekannter Instrumente, sei es Gitarre, Klavier oder Geige. Die Technik hat ganz neue Türen geöffnet.

Eckart Waage gehzört zu den Initiatoren

Und eben diesen neuen Möglichkeiten will der Verein „open systems“ ein Forum bieten. Die Klanglandschaft erlebe derzeit eine deutliche Veränderung, sagt Eckart Waage, der zu den Initiatoren für das Musikereignis gehört.

Zum Auftakt am Freitag, 6. Oktober, sind zwölf Schüler des Pestalozzi-Gymnasiums zu einem Workshop eingeladen, bei dem sie einen kreativen Umgang mit ihrem Handy lernen, üben und ausprobieren. Die Klangerzeugnisse sollen am Abend Eingang finden in ein „Join-In-Konzert“ (Beginn 19 Uhr). Stine Janvin Motland und Felicity Mangan bilden das Duo Native Instrument und spielen mit Tier- und Insektengeräuschen aus ihren Heimatländern Norwegen und Australien.

Am Samstag, 7. Oktober, ab 19 Uhr erwartet zunächst das Duo Club Bleu die Gäste, inspiriert von Musikstilen wie Electronica und elektroakustischer Musik. Die Sonic Robots bieten eine effektgeladene Videoshow gekoppelt mit Beats und Bässen. Von der britischen Insel werden Dominic Robertson und Leafcutter John erwartet. Letzterer zählt zu den Vorreitern der innovativen, elektronischen Musik - jenseits des Mainstreams.

Serbin bringt Uhren und Gasschalen zum Klingen

International wird am Sonntag,. 8. Oktober, ab 19 Uhr die Bühne besetzt sein. Jasna Velickovic aus Serbien bringt nicht nur traditionelle Instrumente zum Klingen, sondern auch Armbanduhren und Glasschalen. Das Instrument, das sie selbst entwickelt hat, besteht aus Magneten und Spulen. Der Brite Demdike Stare wartet mit einen Mix an Klängen auf, die sowohl hypnotisieren wie auch wach machen können.

Enrique Tomás hatte schon Auftritte in ganz Europa und erzeugt etwa mit den Fingerkuppen über ein mit Mikrofonen präpariertes Holz Töne, die an Tambourin und Querflöte erinnern. Mit Mouse on Mars ist ein Duo zu Gast, das sich immer wieder neu erfunden und auch jetzt wieder neuartige Formen entwickelt hat.

Bleibt noch die Frage: Was hat es mit dem Festivaltitel auf sich? Blaues Rauschen ist ein Begriff, der für höhere Tonfrequenzen steht.

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Im Essener Goethebunker beginnt das Programm am 12. Oktober um 19.30 Uhr. Unter anderem sind Karl-Heinz Mauermann, Roman Eisenmann und Zlatko Baracskai mit von der Partie.

Das Schloss Eving öffnet am Samstag, 14. Oktober, ab 19.30 Uhr seine Türen, mit dabei: Balazs Kovacs und Marsen Jules.

Weitere Informationen zum Programm, zu den Künstlern und zu den jeweiligen Eintrittspreisen gibt es im Netz unter www.blauesrauschen.de

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