Kommentar

Übernahme der Kosten von Verhütungsmitteln ist überfällig

WAZ-Redakteur Lars-Oliver Christoph kommentiert die Finanzierung von Verhütungsmitteln.

WAZ-Redakteur Lars-Oliver Christoph kommentiert die Finanzierung von Verhütungsmitteln.

Foto: Grafik

herne.   Ein Fonds für die Finanzierung von Verhütungsmitteln ist lobenswert, erklärt WAZ-Redakteur Lars Christoph. Am Zug ist nun der Bund.

Für das Auflegen eines Verhütungsmittelfonds gebührt der Stadt Lob. Daran kann auch die nicht nachvollziehbare „Geheimhaltung“ bei der Einführung nichts ändern.

Kritisch zu bewerten sind - mal wieder - die Hartz-Gesetze. Betroffene müssen für Verhütungsmittel die 17 Euro aus dem Regelsatz nutzen, die allgemein für „Gesundheitspflege“ vorgesehen sind. Für diese wie für viele andere Hartz-Berechnungen gilt: Das reicht hinten und vorne nicht.

Ein Bundesratsbeschluss von 2017 zeigt, dass dieses Problem - wenn auch spät - erkannt worden ist. Nun gilt es, diesen Willen in ein Gesetz zu gießen, das eine einheitliche Kostenübernahme regelt.

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