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Über den Wolken mit dem Lufthansa-Airbus namens „Herne“

Am Airbus „Herne“: Sascha Dünnebacke (li.) und Kameramann Jochen Blum, mit dem er seit 25 Jahren regelmäßig in aller Welt auf Drehreisen unterwegs ist.     

Am Airbus „Herne“: Sascha Dünnebacke (li.) und Kameramann Jochen Blum, mit dem er seit 25 Jahren regelmäßig in aller Welt auf Drehreisen unterwegs ist.     

Foto: Dünnebacke

Herne.   Sascha Dünnebacke flog als Journalist mit der „Herne“. Er drehte einen Film über den Piloten und das Flugzeug mit dem Namen seiner Heimatstadt.

Es ist ein Plane-Spotting der ganz besonderen Art. Sascha Dünnebacke steht nicht an Flugplätzen und filmt interessante Flugzeuge, er sitzt vielmehr in ihnen, manchmal sogar im Cockpit. Der 51-Jährige flog jetzt mit einem Airbus A 340 nach Panama. Und genau dieser Flug stand schon ganz lange auf der Wunschliste des gebürtigen Herners: Es war die Lufthansa-Maschine mit dem schönen Namen „Herne“.

Fasziniert von der Fliegerei

„Flightdeck Stories - Ein Captain geht von Bord“: Luftfahrt-Interessierte und Herne-Fans können den Lufthansa-Flug nach Mittelamerika jetzt auch im Internet sehen. Darin endet für Lufthansa-Kapitän Stefan Lane-Hülsenberg eine Ära: Nach 42 Jahren im Cockpit von Verkehrsmaschinen verabschiedet sich der Pilot. Die letzte Tour führt ihn in die Karibik. Mit dem Airbus A 340-300 geht es über den Atlantik. Panama Stadt ist das Ziel, und nach der letzten Landung in Frankfurt warten ein paar Überraschungen.

Zwei Tage vor seinem 65. Geburtstag wird Stefan Lane-Hülsenbergs Kapitänslaufbahn enden. Doch auch nach seinem letzten Flug wird er der Fliegerei und der Lufthansa erhalten bleiben. Sascha Dünnebacke flog mit und berichtet, was der erfahrene Pilot vorhat und welche Geschichten aus 40 Jahren Pilotenkarriere besonders in Erinnerung geblieben sind.

„Ich bin von Kindesbeinen an vom Fliegen fasziniert“, erzählt der inzwischen in Berlin lebende Freie Journalist, der für Spiegel TV arbeitet, aber auch fürs ZDF, wo er eine Serie über Zoos im Revier platzierte, unter dem Titel: „Ruhrpott-Schnauzen“.

Seine Eltern leben nach wie vor in Sodingen, und mit diesen flog er schon als Junge nach Ibiza und Kroatien. Natürlich nur im Passagierraum.

„Auch mein Vater fand die Fliegerei immer besonders spannend, das hat sich auf mich übertragen“, sagt Dünnebacke, der sein Abi am Otto-Hahn-Gymnasium baute und nach der Bundeswehrzeit einen Umweg einschlug – zuerst Hotelkaufmann wurde, bevor er zur Uni nach Hamburg ging und dort Medienkultur studierte. Und dann verband er Hobby und Beruf, spezialisierte sich in seinen Reportagen auf alles, was über den Wolken stattfindet und nur selten darunter.

In seine Heimat kommt Sascha Dünnebacke nicht mehr allzu oft, zu Weihnachten natürlich und: „Das Highlight ist die Cranger Kirmes, darauf freue ich mich jedes Jahr. Warum der 51-Jährige bei all seiner Flugleidenschaft nicht Pilot geworden ist, darauf weiß Dünnebacke eine vielleicht etwas zu ehrliche Antwort: „Ich war in der Schule zu schlecht in Mathe und Physik.“

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