Bilanz

TÜV-Report 2018 für Herne zeigt Licht und Schatten

Er leitet die TÜV-Station in Herne: Denis Stetzka.

Er leitet die TÜV-Station in Herne: Denis Stetzka.

Foto: Ralph Bodemer

Herne.  Der TÜV-Report für Herne ist da. Knapp 75 Prozent der Fahrzeugbesitzer erhielten ihre Plakette sofort. Eine Zahl bereitet dem TÜV aber Sorgen.

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57,4 Prozent der Autos, die im vergangenen Jahr an der TÜV-Station an der Dorstener Straße geprüft wurden, hatten keine Mängel. Das teilt der TÜV Nord mit und spricht von einem durchaus erfreulichen Ergebnis. Bei 16,4 Prozent hätten die TÜV-Sachverständigen geringe Mängel festgestellt, so dass 73,8 Prozent der Fahrzeugbesitzer sofort eine TÜV-Plakette mit zwei Jahren Gültigkeit erhalten hätten.

Bemerkenswert sei aber auch die andere Seite dieser Plakette: Bei immerhin 26,2 Prozent der Herner Fahrzeuge seien erhebliche oder gefährliche Mängel festgestellt worden. Sie hätten umgehend repariert und zur Nachprüfung vorgestellt werden müssen. Als völlig verkehrsunsicher sei 2018 kein Auto eingestuft worden. Und auch diese Zahlen legte der TÜV vor: Der durchschnittliche Pkw, der an der TÜV-Station Herne geprüft wurde, sei 9,8 Jahre alt gewesen und habe mehr als 94.000 Kilometer auf dem Tacho gehabt.

TÜV-Chef: Hersteller bauen sichere Autos

Denis Stetzka, der Leiter der Herner TÜV-Station, zieht laut Mitteilung eine positive Bilanz: „Wir freuen uns über die steigende Zahl von Fahrzeugen ohne Mängel.“ Die Hersteller bauten sichere Autos und legten auch Wert auf die Langzeitqualität. Zudem verstärkten die Autohäuser und Werkstätten ihre Anstrengungen in Sachen Qualitätssteigerung. „Wenn die Autofahrer sich intensiv um Wartung und Pflege ihrer Fahrzeuge kümmern und fällige Termine zur Inspektion und Instandhaltung wahrnehmen, können sie dem TÜV-Termin gelassen entgegensehen“, meint Stetzka.

Er würde sich aber auch besonders freuen, wenn auch der kurze Check der Beleuchtungsanlage vor Fahrantritt zur Regel werde. „Dass die Beleuchtungsanlage nämlich mitunter stiefmütterlich behandelt wird, zeigt auch die Verteilung der Mängelgruppen.“ Hier liege „Licht, Elektrik“ in der Statistik wieder weit vorne. Und das, obwohl die Kontrolle der Beleuchtungsanlage und deren Reparatur in der Regel relativ einfach zu bewerkstelligen sei. Allerdings sei die Quote der erheblichen Mängel in diesem Bereich erneut gesunken.

Den TÜV-Report, der typspezifische Fahrzeugmängel dezidiert aufliste, sei ein wichtiger Ratgeber beim Gebrauchtwagenkauf, so der TÜV. Erhältlich sei er an jeder TÜV-Station und im Zeitschriftenhandel. Preis: 4,90 Euro.

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