Ballett

Trixis suchen weiter einen Raum für Ballettproben in Wanne

Beatrix Zschech mit Lean, Fabienne, Alexa und Fionna beim Training mit Stühlen im Volkshaus Röhlinghausen. Dort können sie momentan proben.

Beatrix Zschech mit Lean, Fabienne, Alexa und Fionna beim Training mit Stühlen im Volkshaus Röhlinghausen. Dort können sie momentan proben.

Foto: Kim Kanert / FUNKE Foto Services

Beatrix Zschech und ihre Trixi-Ballettkinder sind weiter ohne festen Probenraum. Bisherige Angebote passten nicht. Was die Suche schwierig macht.

Herne. Die Trixis sind weiter heimatlos. Da die Ballett- und Musicalschule in diesem Semester erstmals nicht mehr die Räume der Wanner Volkshochschule nutzen darf, bemüht sich Trixi-Leiterin Beatrix Zschech seit drei Wochen um Ersatzräume, möglichst in Wanne - bisher vergebens. Bis auf weiteres probt sie nun mit einigen Gruppen im Volkshaus Röhlinghausen. Die Volkshochschule reklamiert den Übungsraum wegen der Corona-Pandemie für eigene Zwecke.

Volkshaus Röhlinghausen als Übergangslösung

Im Volkshaus Röhlinghausen darf Beatrix Zschech mit den Schülerinnen mittwochs und freitags im Saal trainieren, vorausgesetzt, es finden keine anderen Veranstaltungen dort statt. Nicht mehr als eine Übergangslösung für Beatrix Zschech. Sie brauche Planungssicherheit, so die Ballettschulleiterin, und die kann ihr das Volkshaus mit seiner multifunktionalen Ausrichtung nicht bieten. „Ich habe laufend Anfragen von den Eltern, ob und wo das Ballett stattfindet“, sagt die 72-jährige, nervlich spürbar belastet. 80 Prozent der Mädchen hätten Migrationshintergrund, was die Kommunikation noch erschwere. Außerdem müssten die Räumlichkeiten mit dem Bus erreichbar sein. Einige Eltern hätten ihre Kinder schon abgemeldet.

Mit der Stadt Herne ist Beatrix Zschech weiter in Verhandlung. Mehrere Gespräche mit Vertretern der Fachbereiche Schule und Sport haben stattgefunden. In der vergangenen Woche besichtigte man gemeinsam die Sporthalle im Sportpark Eickel. Die Stadt habe den Trixis angeboten, bis Ende Januar einen Raum der Sporthalle an wöchentlich zwei Terminen ihrer Wahl unentgeltlich nutzen zu können, so Stadtsprecher Christoph Hüsken. Zunächst war eine Gymnastikhalle im Gespräch gewesen, die sei aber viel zu groß gewesen, sagt die Trixi-Chefin. Auch der andere Raum sei nicht ideal. Was sie für das Training benötige, sei auch hier nicht gegeben: Schwingboden, Spiegel und Stange.

Stadt würdigt Engagement

Die Stadt Herne wisse „das Engagement von Frau Zschech zu würdigen“, versichert Stadtsprecher Hüsken, und wolle „eine Zukunft der Trixis in Herne ermöglichen“. Das belegten die bisherigen Anstrengungen und die Zeit, die man für die Angelegenheit aufgebracht habe.

Keine Option sei dagegen die Weiternutzung des bisherigen Probenraums im Haus am Grünen Ring. Dienstags finde dort u.a. ein VHS-Kurs „Rückenschule“ statt, mittwochs der „Tanzkurs Partytauglich“. Zusätzlich müsse der Gymnastikraum flexibel für eventuelle Kursteilungen vorgehalten werden, die durch die Teilnehmerbeschränkungen nötig würden. Der Bedarf bleibe mindestens bis Jahresende oder sogar Semesterende bestehen.

„Mehr als 1000 Teilnehmende haben sich für das Angebot im Bereich Gesundheit und Bewegung angemeldet“, erklärt Christoph Hüsken. Dieser Nachfrage gelte es zuerst nachzukommen. Die Entscheidung der Herner VHS decke sich mit der des Landesverbandes der VHS NRW, der von einer Fremdnutzung abrate.

Beatrix Zschech versichert unterdessen, dass Mitglieder des Trixi-Fördervereins außer am Mittwoch keine Belegung des VHS-Raums festgestellt hätten. Sie fühlt sich ungerecht behandelt und will weiterkämpfen.

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