Ermittlungsverfahren

Tödlicher Fenstersturz in Herne: Das sagt der Staatsanwalt

In Herne sprang ein Mann (40) bei einem Polizeieinsatz aus einem Fenster im vierten Stock eines Wohnhauses. Nun hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen abgeschlossen.

In Herne sprang ein Mann (40) bei einem Polizeieinsatz aus einem Fenster im vierten Stock eines Wohnhauses. Nun hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen abgeschlossen.

Foto: Robert Michael / dpa

Herne.  Bei einem Polizeieinsatz in Herne ist ein Mann im Juli aus einem Fenster gesprungen und gestorben. Das sagt die Staatsanwaltschaft zu dem Fall.

Einen tödlichen Fenstersturz hat es Mitte Juli in Herne gegeben: Während eines Polizeieinsatzes in Herne sprang kurz vor Mitternacht ein Mann (40) aus einem Fenster im vierten Stock eines Wohnhauses an der Jobststraße im Stadtteil Baukau. Trotz Reanimationsversuchen sei er noch vor Ort gestorben, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Tag danach mit.

Vorausgegangen sei häusliche Gewalt in dem Wohnhaus. Dabei sei die 55-jährige Partnerin des 40-Jährigen verletzt worden. Deshalb hätten die Beamten den Mann aus der gemeinsamen Wohnung verweisen wollen. Die Frau sei nicht mehr vor Ort gewesen. „Als der Mann gerade im Beisein eines Polizeibeamten seine persönlichen Sachen packte, sprang er unvermittelt aus einem geöffneten Fenster“, so Polizei und Staatsanwaltschaft weiter. Er sei noch vor Ort verstorben.

Das Verfahren, sagte ein Staatsanwalt auf Anfrage der WAZ, sei eingestellt worden. Weil seinerzeit die Polizei involviert war, hatte das Polizeipräsidium Essen die Ermittlungen übernommen. Ein Fremdverschulden sei nicht festgestellt worden. Heißt: Es handelt sich um Selbstmord.

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