Martini-Lauf

Teilnehmer des Herner St. Martini-Lauf trotzen dem Regen

Früh übt sich: Erneut nahmen viele Kinder am Martini-Lauf teil, die Cheerleader des Baukauer TC feuerten sie mit ihren Pompoms an.

Früh übt sich: Erneut nahmen viele Kinder am Martini-Lauf teil, die Cheerleader des Baukauer TC feuerten sie mit ihren Pompoms an.

Foto: Manfred Sander / FUNKE Foto Services GmbH

Herne.  Die 17. Auflage des Martini-Laufs brachte eine Premiere: Erstmals wurde er an einem Samstag veranstaltet. Mit Erfolg. Nur der Regen störte.

Die 17. Auflage des St. Martini-Laufs brachte eine Premiere: Erstmals wurde der Lauf an einem Samstag - und nicht am Sonntag - in der Herner Innenstadt veranstaltet. 1149 registrierte Läufer legten in verschiedenen Gruppen Strecken von 450 Metern bis zu zehn Kilometern zurück - und trotzten dem Regen.

Der traditionelle City-Lauf steht dabei ganz unter dem Motto „Dabei sein ist alles“. Jede Leistung wird mit begeisterten Jubelrufen von den Zuschauern und den kleinen Cheerleader mit ihren Pompoms an der Zielgraden gefeiert.

Der erste Lauf startete in diesem Jahr etwas später um 11 Uhr, wobei die dichten Wolken bereits hier eine sich anbahnende „Erfrischung“ ankündigten. Davon aber lassen sich die elf Läufergruppen nicht abschrecken, auch als der Regen dann aus vollen Kübeln und mit dicken Tropfen auf die Innenstadt niederging. Voll durchnässt und doch mit einem Lächeln im Gesicht kamen die Bambinis nach 450 Metern am Ziel an und wurden von ihren Eltern in dicke Jacken gepackt. Stolz trugen sie ihre Medaille, die jedem Teilnehmer um den Hals gehängt wurde.

Pestalozzi-Gymnasium war mit 100 Läufern vertreten

Unter den teilnehmen Schulen war in diesem Jahr das Pestalozzi-Gymnasium Herne mit 100 Läufern vertreten, die in einer dreimonatigen Vorbereitungszeit von sportlichen Lehrkräften in Form gebracht wurden, erzählte Schulleiter Volker Gößling im Gespräch mit der WAZ-Redaktion: „Wir konnten Kinder für die Sache begeistern, die eigentlich nichts mit Sport zu tun haben. Ziel war es uns zu zeigen, dass es sich lohnt, beißt man sich einmal durch“, so Gößling, der seine Schüler koordinierte und alle beisammen hielt.

Indes riss es Regenschirme um, und die Besucher suchten Unterschlupf vor den Geschäften an der Bahnhofsstraße oder sammelten sich um das Karussell nahe der Bühne, von der aus Mitorganisator und Vorsitzender der IG Herne City, Norbert Menzel, das Gewusel im Blick hielt. Von Seiten der Veranstalter sei man sehr zufrieden, auch wenn es nicht so voll geworden wäre, wie im Jahr zuvor, so Menzel. Aufgrund der Verlegung auf einen Samstag musste der Morgen anders koordiniert werden, da viele Leute auf der Einkaufsstraße unterwegs gewesen seien.

Veranstalter IG City Herne war sehr zufrieden mit der Samstags-Premiere

In zehn Jahren als Ordner habe Hubert Rogin so ein Wetter noch nicht erlebt und stand doch, trotz gehobenen Alters, an der Absperrung und ließ Läufer sowie Schaulustige hindurch. „Es ist doch immer wieder ein Erlebnis, und es ist zudem sehr schön Leute zu treffen, die man von den Jahren zuvor kennt, erzählte der Leichtathlet im strömenden Regen. Um 13 Uhr startete schließlich die letzte Gruppe, der Jahrgänge bis 2006, denen anzusehen war, wer von ihnen regelmäßig in Laufschuhe schlüpft. Zehn Kilometer sind auch für den erfahrenen Läufer kein Pappenstiel, und doch kämpfte sich auch der letzte durch das Ziel, völlig fertig und doch glücklich, es sich selbst bewiesen zu haben.

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