Tanzabend findet großen Anklang

Tanz und Körperausdruck stehen im Mittelpunkt: In der Aula der Realschule Crange stellten am Dienstagabend die beiden Gruppen Ensample und Junges Pottporus ihre Tanztheaterprojekte vor, die beim Publikum großen Anklang fanden.

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Tanz und Körperausdruck stehen im Mittelpunkt: In der Aula der Realschule Crange stellten am Dienstagabend die beiden Gruppen Ensample und Junges Pottporus ihre Tanztheaterprojekte vor, die beim Publikum großen Anklang fanden.

„Was ich dir schon immer sagen wollte“ heißt das Stück von Ensample, in dem Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren mit und ohne Fluchterfahrung mit Tanz und Theater ihre Geschichten erzählen. Ausgehend von rhythmischen Strukturen und Verfremdungen gewohnter Bewegungsabläufe entstehen hier ganz eigene Ausdrucksformen, die Bezüge zu Happening und Performance aufweisen und die die Kinder mit unübersehbarer Spielfreude mit Leben füllen.

Herausgekommen ist eine Werkschau, die Momentaufnahme eines Prozesses, der noch lange nicht beendet ist, wenn die Kinder vors Mikro treten und sich direkt an ihr Publikum wenden. „Wir haben seit den Herbstferien geprobt“, erzählt Choreografin Kama Frankl. „Wir wollen so schon in einem jungen Alter Integration über Kultur fördern. Der Verfügungsfonds für die Integration von neu Zugewanderten, der NWB-Verlag und die Kulturinitiative unterstützen uns. Aber ich möchte das Projekt weiterführen, das soll nur unser Startschuss sein“, sagt Kama Frankl. „Es ist egal, wo man herkommt. Wichtig ist das Gefühl, mit den anderen zusammen auf der Bühne zu sein.“

„Expedition: Hip-Hop – My Identity“ nennt die Gruppe Junges Pottporus ihre künstlerische Auseinandersetzung mit dem Bild eines Hip-Hop-Tänzers in einer urbanen Gesellschaft, unterstützt von Interkultur Ruhr. Drei Jungen und vier Mädchen lassen hier die Atmosphäre einer Jugendgang à la West Side Story aufkommen, die zu dominierendem Beat lebende Bilder bauen. „Freiheit, Musik, Ausdruck, Kunst – das alles ist Hip-Hop für mich.“ Das hört man nicht nur aus einem Lautsprecher, das sieht man auch auf der Bühne. „Das ist viel mehr als ein Hobby“, strahlt Tänzer Elvin Dudaj. „Das ist auch nicht einfach nur ein Tanz, das ist eine Kultur – und für mich eine Leidenschaft, damit drücke ich mich und meine Persönlichkeit aus.“

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