Jubiläum

Taekwondo-Großmeister Willi Kloss lud in sein Sportstudio

Willi Kloss (Mitte) feierte  in den Räumen seiner Sportschule Jubiläum: Seit 50 Jahren  betreibt der Großmeister Taekwondo.

Foto: Franz Naskrent

Willi Kloss (Mitte) feierte in den Räumen seiner Sportschule Jubiläum: Seit 50 Jahren betreibt der Großmeister Taekwondo. Foto: Franz Naskrent

Herne.   Willi Kloss aus Herne betreibt seit 50 Jahren Taekwondo. Deshalb öffnete er in seinem Sportstudio die Türen für Interessierte.

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Seit 50 Jahren betreibt Willi Kloss Taekwondo – Grund genug für eine Jubiläumsfeier an der Bahnhofstraße. In den Räumen seiner Sportschule, am Eingang, ja sogar im Treppenhaus waren Tische mit Sportutensilien aufgebaut, wer mochte, konnte sich ausrüsten. Oder aber einfach „nur“ beim Großmeister persönlich informieren.

Mittlerweile hat er den neunten Dan

Generell reiche für Taekwondo einfach ein weißer Anzug, sagt Willi Kloss. Er begann 1967 mit dem Kampfsport, nachdem dieser aus Korea über die USA nach Deutschland gefunden hatte, und legte – nach drei Jahren harten Trainings – 1970 die Meisterprüfung ab. „Wenn man etwas kann, kann man jemandem auch etwas zeigen“, meint er.

Mittlerweile hat er den neunten Dan, den höchsten aller erreichbaren Grade in der koreanischen Kampfkunst, inne. Die drei Jahre, die er für die Prüfung gelernt habe, seien sehr anstrengend gewesen. Kloss zieht einen Vergleich heran: Von 100 Anfängern träten etwa fünf zur Prüfung für den Meistergürtel an. Dazu man müsse sich überwinden, viel zu trainieren – mindestens zwei- oder dreimal in der Woche.

1975 wurde die Sportschule gegründet

Die Sportschule an der Bahnhofstraße 74 hat der Großmeister aufgebaut, weil er eine eigene Sportstätte in seiner Heimat suchte. Turnhallen, erzählte er am Tag der offenen Tür am Wochenende, seien normalerweise Vereinen vorbehalten und daher für ihn schwer erreichbar gewesen. Gegenüber dem alten Karstadt-Gebäude habe er schließlich eine Heimat gefunden.

Mit der Sportschule Kloss habe er 1975 sein Hobby zum Beruf gemacht, so der Kampfsportler. Allein: Die Arbeit sei nicht immer einfach gewesen, erinnert sich Kloss, der beim koreanischen Großmeister Lee Bum-I in die Lehre ging: Als Trainer sei man auch Vorbild für die Kinder, die man anleite. Und als junger Mann, bekennt er, sei es manchmal durchaus schwierig gewesen, immer Vorbild zu sein. Zehntausende hat der 74-Jährige mittlerweile ausgebildet. Der Sport habe strenge Richtlinien, übersetzt heiße der Name „Taekwondo“ Fuß, Faust, Weg. Fuß und Faust müsse der Sportler unter Kontrolle halten – und an den Weg denken.

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