Umwelt

Suez-Erweiterung: CDU Herne kritisiert die Bezirksregierung

Weiter im Blickpunkt: die Müllverbrennungsanlage Suez an der Südstraße.

Foto: Ralph Bodemer, Archiv

Weiter im Blickpunkt: die Müllverbrennungsanlage Suez an der Südstraße. Foto: Ralph Bodemer, Archiv

herne.   Die CDU kritisiert die Informationspolitik der Bezirksregierung zur Müllverbrennungsanlage Suez. Im Umweltausschuss wird die Anlage erneut Thema.

Die beantragte Erweiterung der umstrittenen Müllverbrennungs- und Bodenaufbereitungsanlage der Firma Suez in Herne-Süd bleibt auch 2018 im Fokus. Auf Antrag der CDU-Ratsfraktion wird sich der Umweltausschuss in seiner Sitzung am 30. Januar mit dem an der Südstraße ansässigen Unternehmen befassen.

Die Besorgnis und Unsicherheit in Teilen der Bevölkerung wegen der geplanten Erweiterung nehme zu, erklärt Peter Neumann-van Doesburg, umweltpolitischer Sprecher der CDU-Ratsfraktion, in dem Antrag. Das liege nicht nur an der komplexen Thematik, sondern auch an „unzureichenden beziehungsweise unverständlichen und unbefriedigenden Antworten, auch seites der Bezirksregierung“, so der deutliche Seitenhieb der CDU. Wie berichtet, hat die zuständige Bezirksregierung Arnsberg noch nicht über die Genehmigung entschieden.

Fragenkatalog im Umweltausschuss

Antworten auf sechs Fragen erhofft sich die Union im Herner Umweltausschuss. Unter anderem: Kann bei den Verbrennungsvorgängen eine Kontamination durch karzinogene, keimzellmutagene und toxische Stoffe aktuell und zukünftig ausgeschlossen werden? Können radioaktive Belastungen nach der Genehmigung des Suez-Antrags ausgeschlossen werden (aktuell seien bereits fünf Becquerel erlaubt)? Gibt es eine „Umweltverträglichkeitsprüfung“ und welche Ergebnisse sind daraus abzuleiten?

Wie berichtet, hat sich Ende 2017 eine Bürgerinitiative gegen Suez (früher: Sita Remediation) gegründet. Anfang Januar hat ein erstes Arbeitstreffen stattgefunden.

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