Wohnen

Stadt plant Gründung eines Vereins „Wohnen in Herne“

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Die im Frühjahr fertiggestellten Strünkeder Höfe an der Jobststraße in Baukau sind ein Beispiel für qualitativen Wohnungsneubau in Herne.

Die im Frühjahr fertiggestellten Strünkeder Höfe an der Jobststraße in Baukau sind ein Beispiel für qualitativen Wohnungsneubau in Herne.

Foto: Jürgen Theobald

Herne bereitet die Gründung eines Vereins mit den Namen „Wohnen in Herne“ vor. Ziel: Die Attraktivität des Standorts soll gesteigert werden.

Die Stadt bereitet die Gründung eines Vereins mit dem Namen „Wohnen in Herne“ vor. Das verkündete Achim Wixforth, städtischer Fachbereichsleiter Planung, beim „Forum Wohnraumförderung“, das am Donnerstag in der Akademie Mont Cenis stattfand.

Ziel: Attraktivität Hernes als Wohnstandort steigern

Dieser Verein solle Maßnahmen umsetzen, um die Attraktivität Hernes als Wohnstandort zu steigern. In dem Verein sollen nach jetzigem Stand die Stadt selbst, die organisierte Wohnungswirtschaft (HGW,Genossenschaften und Wohnungsbaugesellschaften) Mitglied sein. Weitere Akteure könnten hinzustoßen. Dazu muss man wissen, dass rund 70 Prozent der Wohnimmobilien in Herne Einzeleigentümern gehören. Der Rat soll in seiner Dezembersitzung über die Gründung des Vereins entscheiden.

Bei dem Forum, das sich unter anderem Aspekten des öffentlich geförderten Wohnungsbaus widmete, beleuchteten Wixforth und Thorsten Heitkamp von der NRW.Bank die Rahmendaten der Herner Wohnimmobilien.

Positive Ansätze weiterentwickeln

So sei der demografische Wandel nicht wegzudiskutieren, Herne sei auf lange Sicht eine schrumpfende Stadt. Heitkamp zieht daraus die Schlussfolgerung, dass es in den kommenden Jahren quantitativ keinen Neubaubedarf gibt. „Lange galt das Motto ,Herne ist gebaut’“, ergänzte Wixforth, doch dies gelte nicht für qualitativen Neubau. Dafür gibt es auch aktuelle Beispiele, wie die fertiggestellten Strünkeder Höfe oder das geplante Albert-Schweitzer-Carré zeigen.

Ein Problem stelle der relativ alte Wohnungsbestand dar. Ein hoher Prozentsatz der Gebäude stammt aus den Jahren vor 1948. Die Folge: Es gibt einen spürbaren Sanierungsstau. Es sei schwierig, so Wixforth, die Einzeleigentümer zu aktivieren; er hofft, dass sie in Kontakt mit der Stadt treten, wenn es um die Weiterentwicklung der Bestandsimmobilien geht. Die relativ alte Bausubstanz bedeutet allerdings auch, dass die Mieten relativ gering sind, beim Neubau seien sie deutlich höher. Wixforth: „Man kann in Herne gut und preiswert wohnen.“ Eine gute Entwicklung vollzieht sich offenbar bei den Leerständen. Lag im Jahr 2012 die Quote bei 8,3 Prozent, so ist sie bis 2016 auf 5,2 Prozent gesunken.

Heitkamp: Herne ist gut aufgestellt

Thorsten Heitkamp bescheinigte der Stadt, dass Herne beim Thema Wohnen - trotz einiger „Herausforderungen“ - gut aufgestellt sei. Dazu trügen das Bündnis für Wohnen, das Kataster für Schrottimmobilien, aber auch das aktive Baulandmanagement bei. Die positiven Ansätze sollten weiterentwickelt werden.

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