Verwaltung

Stadt nimmt Technisches Rathaus in Wanne-Süd in Betrieb

Die Stadttochter HGW hat die ehemalige Heitkamp-Zentrale in ein modernes Verwaltungsgebäude verwandelt. Rund 350 Menschen nahmen vorm Technischen Rathaus an der Eröffnungsveranstaltung teil.Foto:Ralph Bodemer

Die Stadttochter HGW hat die ehemalige Heitkamp-Zentrale in ein modernes Verwaltungsgebäude verwandelt. Rund 350 Menschen nahmen vorm Technischen Rathaus an der Eröffnungsveranstaltung teil.Foto:Ralph Bodemer

Herne.   18 Monate Umbau, 19 Millionen Euro Kosten: Die Stadt hat das neue Technische Rathaus in Wanne-Süd eröffnet. Für OB Dudda ein historischer Moment.

Die vier am Eingangsbereich gehissten Fahnen mit dem neuen Stadtlogo sind etwas mickrig oder auch „puristisch“ (Oberbürgermeister Frank Dudda) ausgefallen, doch alles andere an diesem für Herne bedeutenden Tag ist großes Kino: Nach eineinhalbjährigem Umbau nimmt die Stadt am Montagmorgen offiziell das Technische Rathaus an der Langekampstraße in Betrieb. „Das größte städtische Verwaltungsgebäude“, wie der OB in seiner launigen Eröffnungsrede vor rund 350 Zuhörern aus Verwaltung, Politik und Gesellschaft sagt.

Kosten von insgesamt 19 Millionen Euro

19 Millionen Euro hat die Stadttochter Herner Gesellschaft für Wohnungsbau (HGW) in Umbau und vor allem Modernisierung der ehemaligen Heitkamp-Zentrale in Wanne-Süd gesteckt. „Gut investiertes Geld“, findet Frank Dudda. Für die Bürger, die durch Konzentration von Fachbereichen – unter anderem Bauordnung, Stadtplanung, Tiefbau, Gebäudemanagement, Kataster – bei allen Themen rund ums Bauen künftig kurze Wege hätten. Für die 400 Mitarbeiter, die hier unter modernsten Bedingungen arbeiten könnten. Und nicht zuletzt für Wanne-Süd und die gesamte Stadt. „Wir setzen hier einen historischen und nachhaltigen Impuls.“

Viele Dankesworte an alle am Umbau Beteiligten und noch mehr Zahlen haut anschließend HGW-Chef Thomas Bruns in die Kolonne: 11 900 Quadratmeter Nutzfläche, 322 Büros, 24 Teeküchen, 1600 Kubikmeter abtransportierter Bauschutt, 2000 installierte Steckdosen. . . . Die Barrierefreiheit hebt Bruns ebenso hervor wie den technischen Standard, die ökologische Ausrichtung unter anderem mit Stromtankstelle auf dem Parkplatz sowie die ab Februar auch für Bürger geöffnete Kantine.

Symbolischen Schlüssel überreicht

„Mit fällt eine große Last von den Schultern“, sagt der HGW-Chef. In dem vor über 50 Jahre errichteten Gebäude habe sich eine alte Weisheit bewahrheit: „Ein Altbau ist auch ein kleines Abenteuer.“ Spätestens um 11.35 Uhr ist all das Geschichte: Vermieter Bruns überreicht Mieter Dudda einen symbolischen Schlüssel, anschließend durchschneiden beide gemeinsam das blau-grün-gelbe Band.

In Rundgängen gibt es anschließend Einblicke und Aha-Erlebnisse: Gestaunt wird beispielsweise über die historische Karte Wanne-Eickels im Foyer, das Farbleitsystem und die Dusch- und Sanitärbereiche. In dem auf dem Parkplatz errichteten Festzelt klingt Teil I der Eröffnung aus. Der Nachmittag gehört den Bürgern, die „ihr“ neues Rathaus erstmals besichtigen können.

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