Kommentar

Stadt ist bei den Problemhäusern auf dem richtigen Weg

WAZ-Redakteur Lars-Oliver Christoph kommentiert die Pläne der Stadt für ein Vorkaufsrecht auf Problemhäuser.

Foto: Grafik

WAZ-Redakteur Lars-Oliver Christoph kommentiert die Pläne der Stadt für ein Vorkaufsrecht auf Problemhäuser.

Herne.   Die Stadt will sich ein Vorkaufsrecht für verwahrloste Häuser sichern. Lars Christoph begrüßt dies, auch wenn die Erfolgsaussichten gering sind.

Dezernent Karlheinz Friedrichs dämpft zurecht die Erwartungen: Angesichts des engen rechtlichen Rahmens ist nicht davon auszugehen, dass die Stadt in den kommenden Jahren eine nennenswerte Zahl von Problemhäusern kaufen kann, um sie abzureißen oder gegebenenfalls sanieren zu lassen. Und man muss kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass die 2,5 Millionen Euro vom Land bei weitem nicht ausgeschöpft werden können.

Trotzdem ist die Initiative der Verwaltung zu begrüßen. Die Satzung wird dazu beitragen, jenen skrupellosen „Geschäftsleuten“ das Leben zu erschweren, die ihre Bruchbuden bis unters Dach mit Zuwanderern belegen, die nicht selten mit Knebelverträgen angeworben werden. Parallel dazu muss die Stadt ihren bisherigen Weg konsequent fortsetzen und Druck auf Eigentümer ausüben, Kontrollen durchführen und ordnungsrechtlich alle Möglichkeiten ausschöpfen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik