Weihnachtskirmes

Stadt fordert Konzepte für Sicherheit, Verkehr und Lärm

PR-Mann Dominik Hertrich (l.) und Schausteller Sebastian Küchenmeister präsentierten bei der Veranstaltung von SPD und CDU ihr Konzept. Am Dienstag fällt die Entscheidung über die Verpachtung des Platzes.

Foto: S. Didschuneit

PR-Mann Dominik Hertrich (l.) und Schausteller Sebastian Küchenmeister präsentierten bei der Veranstaltung von SPD und CDU ihr Konzept. Am Dienstag fällt die Entscheidung über die Verpachtung des Platzes.

Herne.  Die Politik wird am Dienstag über die Cranger Weihnachtskirmes entscheiden. Im Vertragsentwurf hat die Stadt zahlreiche Auflagen verankert.

Steigt in diesem Jahr vom 21. November bis 31. Dezember erstmals die Cranger Weihnachtskirmes? Am Dienstag wird der Immobilienausschuss diese Frage ab 16 Uhr im Rathaus Herne beantworten. In dem der Politik vorgelegten nicht öffentlichen Entwurf für einen Pachtvertrag hat die Stadt zahlreiche Absicherungen vorgenommen. Darüber hinaus meldet die Verwaltung Bedenken in mehreren Punkten an.

So sieht der von der Stadt formulierte Vertrag nach WAZ-Informationen zwingend die Vorlage eines Verkehrskonzeptes, eines Lärmgutachtens und eines Sicherheitskonzeptes durch Investor und Schausteller Sebastian Küchenmeister vor. Im Gegenzug soll dieser den Pachtvertrag kündigen können, wenn er bis zum Juli 2018 nicht mindestens 80 teilnehmende Betriebe verpflichtet hat. Die Stadt kann derweil laut Entwurf vom Kündigungsrecht Gebrauch machen, wenn die Veranstaltung nicht genehmigungsfähig ist.

Bedenken meldet die Stadt unter anderem mit Blick auf die Anwohner an. Bei ähnlich starken Belästigungen wie bei der Cranger Kirmes könnte die Toleranz hinsichtlich der Nutzung des Platzes für andere Veranstaltung sinken. Und auch darauf weist die Stadt hin: Eine Weihnachtskirmes könnte negative Auswirkungen auf die Innenstädte in Herne und Wanne sowie auf die Weihnachtsmärkte haben.

Der Pachtzins ist kein Faktor

Dieses bereits bei der Informationsveranstaltung von SPD und CDU laut gewordene Argument konterten Bürger insbesondere mit Blick auf Wanne mit der Bemerkung: „Welche Weihnachtsmärkte?“

Wie berichtet, schlägt die Stadt eine Vertragslaufzeit von einem Jahr mit Option auf ein weiteres Jahr vor. Küchenmeister weist dies mit Verweis auf die hohen Investitionen zurück und fordert fünf Jahre plus Option auf weitere drei Jahre.

Aus finanzieller Sicht dürfte die Vermietung des Kirmesplatzes kein Faktor für die Stadt sein: Der Pachtvertrag sieht nach Informationen der WAZ pro Jahr nur eine höhere vierstellige Summe vor.

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