Großbrand

So geht es Herner Dachdecker zwei Monate nach den Bränden

Martin und Peter Diekmann stehen im Juli vor den Schäden, die ein zweiter Brand auf dem Hof hinterlassen hat.

Martin und Peter Diekmann stehen im Juli vor den Schäden, die ein zweiter Brand auf dem Hof hinterlassen hat.

Foto: Klaus Pollkläsener / FUNKE Foto Services

Herne.  Im Juli hat es auf dem Hof des Dachdeckers Diekmann in Herne zwei Mal gebrannt. Die Reste der alten Halle stehen noch. So soll es weitergehen.

Etwa zwei Monate ist es her, als es auf dem Hof der Dachdeckerfirma Diekmann zwei Mal innerhalb weniger Wochen gebrannt hat. Erst brannte die große Lagerhalle nieder, wenig später dann ein Holzstand im hinteren Bereich des Hofs.

An einen Zufall glaubten die beiden Brüder Peter und Martin Diekmann schon im Juli nicht. Noch immer seien die Ermittlungen nicht abgeschlossen, berichtet die Polizei auf Nachfrage der WAZ.

Trotzdem schauen die Unternehmer weiterhin positiv in die Zukunft. „Die Motivation der Mitarbeiter ist ungebrochen“, berichtet Peter Diekmann. Das liege vor allem auch an den vollen Auftragsbüchern. Die nächsten Monate sähen gut aus, so Diekmann. „Das gibt natürlich den Mitarbeitern ein gutes Gefühl.“ Zudem seien in den letzten Monaten weitere Mitarbeiter eingestellt worden. Erst vor wenigen Tagen habe ein Geselle wieder bei den Diekmanns angefangen, nachdem er für drei Jahre auf der Walz war.

Garagen werden für Materialien genutzt

Bei den Bränden sind auch einige Fahrzeuge und ein Kran den Flammen zum Opfer gefallen. Die nachbestellten Lkw kämen im November, der neue Kran dann im Januar, berichtet Diekmann. „Es war gar nicht so leicht, einen neuen Kran zu bekommen, aber wir hatten Glück.“

Natürlich sehe man auf dem Hof noch die Spuren, die das Feuer hinterlassen habe, aber der gröbste Schutt sei zur Seite geräumt und weitere Garagen zu Lagerplätzen umgewandelt worden. „So haben wir zumindest für die Materialien genug Platz.“

Neue Halle voraussichtlich im März fertig

Von dem ursprünglichen Plan, Weihnachten die Eröffnung der neuen Halle zu feiern, müssen die Brüder nun allerdings doch abweichen. Der Prozess des Abrisses der Halle und des Neubaus sei doch zäher als gedacht. „Wir selbst würden uns natürlich wünschen, dass alles schneller klappt, aber es gibt doch noch einiges zu tun.“ So hätte unter anderem ein Umweltgutachten angefertigt und mit der Versicherung der Ab- und Neubau besprochen werden müssen.

Die Pläne für die neue Halle stünden aber bereits. „Wir hoffen nun, im März oder April mit dem Neubau fertig zu sein.“ Allerdings würde es nun auf einen Monat mehr oder weniger nicht mehr ankommen, „schließlich haben wir ja keinen Zeitdruck.“ Wichtiger sei, dass im Endeffekt alles richtig und gut geplant sei.

Und einen Höhepunkt gab es in diesem Jahr trotz der Brände für die Firma: Vor wenigen Wochen konnte das Familienunternehmen seinen 110. Geburtstag feiern.

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