Kritik

Schwanensee in Herne: Besucher sehen zauberhaftes Märchen

Peter Tschaikowskys „Schwanensee“ wurde am Freitagabend im Kulturzentrum aufgeführt.

Peter Tschaikowskys „Schwanensee“ wurde am Freitagabend im Kulturzentrum aufgeführt.

Foto: Carsten Klein / FUNKE Foto Services

Herne.  In Herne ist Tschaikowskys „Schwanensee“ aufgeführt worden. Die Besucher sahen ein zauberhaftes Märchen mit überzeugenden Darstellern.

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Mit Peter Tschaikowskys „Schwanensee“, einem Klassiker des russischen Balletts, hat das Russische Staatstheater für Oper und Ballett Komi die Besucher im Herner Kulturzentrum begeistert.

Die „Schwanensee“-Geschichte um die wunderschöne Odette (Elena Schevzova), die vom bösen Zauberer Rotbart (Rinat Bikmuchametov) in einen Schwan verwandelt wird, und ihren Prinzen Siegfried (Roman Mironov) siedeln die Gäste aus Russland am Freitagabend in einem märchenhaften Bühnenbild mit Kostümen aus der Renaissancezeit an. Auch die Choreografie steht ganz in der russischen Balletttradition und lehnt sich an das legendäre Original von Marius Petipa an.

Am nächtlichen Seeufer trifft der Prinz auf Odette

Der erste Akt entführt die Besucher in das bunte höfische Leben, aus dem der Prinz in die freie Natur flieht, ein typisch romantisches Motiv. Und am nächtlichen Seeufer trifft er auf Odette, in die er sich unsterblich verliebt und die er so vom Fluch des bösen Zauberers erlösen will. Sehr ausdrucksstark verkörpert Elena Schevzova das scheue Zögern Odettes, grazil und schwerelos spiegeln sich alle Emotionen in ihrer Körperhaltung und ihren Bewegungen.

Und die Bestürzung Siegfrieds, die sich schnell zu flammender Liebe wandelt, gestaltet Roman Mironow in großen, Raum greifenden Bewegungen, in die sich der virtuose Spitzentanz bruchlos integriert. In selbstvergessenem Überschwang finden die beiden zueinander. Doch der Zauberer Rotbart will diese Pläne durchkreuzen. Siegfried soll sich bei einem Fest am nächsten Tag auf Drängen seiner Mutter (Kamila Gluchovskaja) eine Braut wählen – und Rotbart, als fremder Ritter verkleidet, präsentiert seine Tochter Odile (Elena Schevzova), die Odette zum Verwechseln ähnelt.

In letzter Minute durchschaut Siegfried das falsche Spiel und eilt an den See zu Odette. In dem bunten höfischen Panorama brilliert vor allem Ojun Bujan als virtuoser Hofnarr, farbenfrohe Folkloretänze lockern die Atmosphäre auf. Odile zieht den Prinzen in ein Spiel aus Nähe und Distanz, Rinat Bikmuchajetov und Roman Mironow überzeugen durch ihre dramatische Präsenz in diesem zauberhaften Märchen.

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