Corona

Schulschwimmen während Lockdown: So reagieren Herner Bäder

Die Becken des Wananas bleiben während des Lockdowns dicht. Auch für Schulklassen.

Die Becken des Wananas bleiben während des Lockdowns dicht. Auch für Schulklassen.

Foto: Svenja Hanusch / FUNKE Foto Services

Herne.  Nach der Coronaschutzverordnung des Landes NRW müssen Bäder ab 2. November schließen, doch Schulschwimmen ist erlaubt. So reagieren Herner Bäder.

Gemeinsam mit zahlreichen anderen Einrichtungen müssen ab Montag auch die Herner Schwimmbäder schließen, doch für das Schulschwimmen sollen sie geöffnet bleiben. So reagiert die Herner Bädergesellschaft.

Paragraf 10 der NRW-Coronaschutzverordnung ist eindeutig: Dort heißt es: „Der Betrieb von Schwimm- und Spaßbädern… ist bis zum 30. November 2020 untersagt.“ Doch dieser Paragraf steht etwas im Widerspruch zu Absatz 4 von Paragraf 9, der das Thema Sport regelt. Denn dort steht, dass der Sportunterricht (einschließlich Schwimmunterricht) zulässig ist.

Doch sollten Herner Schulen tatsächlich ins Wananas oder in den Südpool wollen, dürften sie vor verschlossenen Türen stehen. Nach Informationen der Herner WAZ, hat sich die Stadt dagegen entschieden, beide Bäder nur für den Schulsport zu öffnen.

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Bereits am Donnerstag hatte Lothar Przybyl, Chef der Herner Bädergesellschaft, im Gespräch mit der Herner WAZ-Redaktion erläutert, welche Probleme dies bereiten würde. Wenn am Sonntag der letzte Badegast das Becken verlassen hat, wird die Temperatur des Wassers reduziert, um Heizkosten zu sparen. Kämen Schüler, sei dies nicht möglich. Darüber hinaus müsste Przybyl Personal bereithalten, das teilweise in Kurzarbeit sein wird. All dies würde Kosten verursachen - bei wegbrechenden Einnahmen. Schon jetzt erhalten die Herner Bäder Geldspritzen, um die laufenden Kosten stemmen zu können.

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