A 43

Rund 430 Unfälle auf der Autobahnbaustelle seit Jahresbeginn

Höchstbreite beachten: Polizeioberkommissarin Martina Habeck.

Höchstbreite beachten: Polizeioberkommissarin Martina Habeck.

Foto: Martin Tochtrop

Herne.   Fahrzeuge geraten auf Grund der verengten Fahrbahnen nun häufig auf der Autobahn 43 aneinander. Das sind die Folgen.

Die Großbaustelle auf der Autobahn 43 zwischen Herne und Recklinghausen nervt nicht nur viele Autofahrer, sie erfordert von den Verkehrsteilnehmern auch ein Höchstmaß an Geduld und Konzentration. Auf Grund der verengten Fahrbahn ereignen sich hier derart viele Unfälle, dass die Autobahnpolizei jetzt zu Maßnahmen greift und zu einem Pressegespräch einlud.

Polizei: Auf die Höchstbreite achten

430 Unfälle seit Jahresanfang in beiden Fahrtrichtungen, das ist mehr als ein Unfall täglich. Diese dramatische Bilanz der Polizei hat nur einen guten Nebenaspekt: Es blieb in der Regel bei Blechschäden. Für fast die Hälfte aller Unfälle war nicht ausreichender Abstand der Grund, bei 120 Fällen war es der Seitenabstand.

Beim Durchfahren der Baustelle stellt die Breite der hier verengten Fahrstreifen eine große Herausforderung für die Fahrzeugführer dar. „Viele wissen gar nicht, dass ihr Fahrzeug die zulässige Höchstbreite überschreitet und der linke Fahrstreifen für sie tabu ist“, erklärte Martina Habeck, Verkehrssicherheitsberaterin der Polizei Münster.

Die schmale Überholspur sei für Fahrzeuge ab der gehobenen Mittelklasse nicht geeignet. „Autos mit einer Breite von mehr als 2,10 Metern sind hier nicht zugelassen“, macht die Polizeioberkommissarin deutlich. Entsprechende Schilder seien an den Fahrbahnrändern angebracht worden. Den meisten Autofahrern sei nicht klar, dass die Breite des Pkws, wie sie im Fahrzeugschein eingetragen sei, nicht die beiden Außenspiegel berücksichtige. Und besonders Letztere fielen häufig der Fahrbahnverengung zum Opfer.

Wichtig: Konzentriert fahren

Um Unfälle zu vermeiden, sollte Autofahrer möglichst die rechte Fahrspur benutzen und sich an die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit von 80 oder 60 km/h halten: „Die Fahrer sollten möglichst konzentriert sein und sich nicht ablenken lassen“, rät die Polizeibeamtin den Fahrern.

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